Hauskauf: Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?

Als ich vor mittlerweile knapp zwölf Jahren mit dem Lavendeljungen schwanger wurde, wohnten wir noch in einer Dreizimmer-Wohnung. Ich schrieb damals an meiner Promotion und der Lavendelpapa beendete gerade sein Studium. Zudem war er dabei, seine kleine Firma immer weiter auszubauen. Bereits damals arbeiten wir beide viel von zu Hause und es war klar, dass wir in naher Zukunft mehr Platz benötigen. Natürlich konnte und sollte der Lavendeljunge zunächst bei uns im Schlafzimmer schlafen. Irgendwann würde er allerdings ein eigenes Zimmer benötigen. Da wir wussten, wie es um den Immobilienmarkt in Lüneburg gestellt ist, machten wir uns bereits in der Schwangerschaft auf die Suche nach einem Eigenheim.

Die Frustration ließ nicht lange auf sich warten. Schon 2010 waren die Nachfrage und die Immobilienpreise in Lüneburg hoch. (Wenn wir damals geahnt hätte, wie sich der Immobilienmarkt entwickelt, hätten wir evtl. entspannter agiert.) Die Immobilien waren schneller verkauft, als man gucken konnte. Zudem waren wir unsicher, wie viel wir für eine Immobilien ausgeben können bzw. wie viel Immobilie wir uns leisten können.

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Da wir beide im Studium viel nebenbei gearbeitet haben, hatten wir schon relativ viel Eigenkapital angespart. Nichtsdestotrotz wussten wir nicht, wie es berufllich bei uns beiden weitergeht. Mein Promotionsstipendium war auf vier Jahre beschränkt und der Lavendelpapa war sich unsicher, ob er weiterhin selbstständig arbeiten würde.

In der Regel sagt man, dass der Eigenkapitalanteil beim Hauskauf mindestens 20 Prozent betragen sollte. Bedenken sollte man dabei auch immer die Kaufnebenkosten, wie die Notar- und Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer sowie ggf. auch Maklerkosten, die zusätzlich zum eigentlichen Immobilien-Kaufpreis fällig werden. Die Nebenkosten werden prozentual vom Kaufpreis berechnet.

Nicht ganz unwichtig zu wissen: Je höher euer Eigenkapitalanteil ist, desto niedriger sind die Zinsen, die euch eine Bank anbieten kann. Es lohnt sich also ggf. erst zu sparen und dann zu kaufen.

Bei der Baufinanzierung bedenken solltet ihr, so doof es auch klingt, auch euer Alter, Geschlecht, Familienstand und Arbeitsverhältnis. Zudem ist es nicht unerheblich, wie und vor allem wann ihr das Haus abbezahlt haben wollt.

In der Regel wird empfohlen, beim Hauskauf nicht mehr als 35 bis 40% des monatlichen Nettohaushaltseinkommens für einen Hauskredit einzuplanen. Wer eine Haussanierung plant oder neu baut, sollte zudem unbedingt einen Sicherheitspuffer in die Baufinanzierung einrechnen.

Um einen ersten Anhaltspunkt zu erhalten, in welchem Preissegment ihr suchen könnt, ist es hilfreich, online einen Budgetrechner zu fragen. Durch die Angabe verschiedener Eckdaten wird berechnet, welcher maximale Kaufpreis für euch finanzierbar ist.

Hauskauf: Günstige Baudarlehen finden

Für den Lavendelpapa und mich stand schnell fest, dass wir bei der Baufinanzierung auf Sicherheit setzen wollen. Da wir nicht wussten, wie sich die Zinsen entwickeln, entschieden wir uns für eine Volltilgung. Um günstige Baudarlehen finden zu können, liefen wir damals von Bank zu Bank und ließen uns unseren persönlichen Zinssatz berechnen.

Dass das gar nicht nötig ist, haben wir erst beim Kauf unserer zweiten Immobile erfahren. Statt selbst von Bank zu Bank zu laufen, kann man sich auch an Vermittler für Baufinanzierungen wenden. Die Berater:innen vergleichen für euch die Angebote von mehreren 100 Banken, weisen auf mögliche Förderungen hin und finden so die beste Baufinanzierung für das persönliche Vorhaben.

Unsere Erfahrung zeigt, bereits kleine Stellschrauben können viel verändern und lassen einen u.U. mehrere tausend Euro sparen. Daher solltet ihr bei eurer Baufinanzierung auf keinen Fall ausschließlich mit dem Berater eurer Hausbank sprechen, sondern euch umfassend beraten lassen.

Anika

Hier schreibt Anika. Ich bin 38 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Kindern. Zusammen mit dem Lavendelpapa, dem Lavendeljungen (11 Jahre) und dem Lavendelmädchen (8 Jahre) wohne ich im wunderschönen Lüneburg. Von hier aus unternehmen wir viele kleine und große Reisen in die nähere Umgebung und in die weite Welt. Ich bin Liebhaberin des Lebens, des Reisens, guten Essens und schöner Dinge. Reisen, backen, basteln und fotografieren sind meine Leidenschaft. Mit dem Bloggen habe ich 2010 begonnen, als ich an meiner Doktorarbeit schrieb und einen Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit suchte. Eigentlich bin ich Pädagogin und Literaturwissenschaftlerin, was sich auch in den Blogthemen widerspiegelt. Seit 2016 blogge ich hauptberuflich.

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