Arbeiten im Homeoffice Burnout

Arbeiten im Homeoffice: Tipps zur Vermeidung von Burnout

Seit letzter Woche steht fest, was wir alle bereits vermutet und befürchtet haben: Der Lockdown wird aufgrund radikal steigender Coronazahlen verlängert und z.T. sogar verschärft. Für viele von uns bedeutet diese Entscheidung nicht nur zahlreiche Entbehrungen, sondern weiterhin einen Spagat zwischen Arbeiten im Homeoffice, Homeschooling, Haushalt, Kinderbetreuung und weiteren Verpflichtungen zu meistern. Keine einfache Aufgabe! Schon seit Wochen merke ich, dass ich weit über meine Belastungsgrenze hinaus agiere und mich bereits kurz nach dem Aufstehen wieder nach meiner Matratze sehne.

Um wenigstens ein Stück Entlastung zu schaffen, haben wir die Lavendelkinder vor ein paar Wochen in der Notbetreuung angemeldet. So haben wir zumindest den Vormittag, um ohne Unterbrechung zu arbeiten und uns um regelmäßig auftretende Probleme bei unseren Hausbau zu kümmern. Nichtsdestotrotz sind wir am Limit unserer Kräfte und oft heillos überfordert. Die Liste der Aufgaben und Herausforderungen wird jeden Tag länger.

Um nicht völlig durchzudrehen, müssen wir uns ganz bewusst Grenzen setzen und uns auf unsere Ressourcen besinnen. Schließlich hat niemand etwas davon, wenn wir vor Erschöpfung irgendwann gar nicht mehr können.

Sechs wichtige Tipps zum Arbeiten im Homeoffice

Im Gegensatz zu vielen anderen Personen haben der Lavendelpapa und ich den großen Vorteil, dass wir das Arbeiten im Homeoffice kennen. Schon seit Jahren arbeiten wir beide ausschließlich von zu Hause und sind daran gewöhnt, uns zu strukturieren und zu organisieren. Daher möchte ich gerne unsere Homeoffice-Erfahrungen an euch weitergeben. Vielleicht helfen sie euch, um wenigstens ein bisschen gelassener durch den Lockdown zu kommen.

1. Für erholsamen Schlaf sorgen

Je länger der Lockdown andauert, umso müder werden wir. Um frisch in den neuen Tag starten zu können, brauchen wir bestenfalls nicht literweise Kaffee, sondern einen erholsamen Schlaf, der für neue Energie sorgt. Ausschlaggebend dafür ist neben regelmäßigen Schlafzeiten und dem Abschalten von Störfaktoren im Schlafzimmer eine gute Matratze. Sie trägt immens zur Schlafqualität bei und sorgt dafür, dass wir morgens gut erholt aufwachen.

Doch wie finde ich die richtige Matratze für mich? Benötige ich eine weiche Matratze oder eine harte Matratze? Und was bedeutet der Härtegrad bei Matratzen überhaupt?

Tatsächlich gibt es bei Matratzen unterschiedliche Liegehärten. Ganz grob kann man dabei zwischen weich und fest unterscheiden. Für welche Liegehärte man sich entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache. Während die einen lieber weicher liegen, bevorzugen die anderen eine festere Matratze.

Solltet ihr eine Matratze neu kaufen, achtet unbedingt darauf, dass die Wirbelsäule von der Matratze in jeder Schlafposition optimal gestützt wird. Zudem ist es immer hilfreich, wenn man auf der neuen Matratze Probeschlafen kann. Das ist z.B. bei Anbietern wie bett1.de möglich. Die dort angebotenen Bodyguard Matratzen bieten nicht nur zwei integrierte Liegehärten (weich/fester oder mittelfest/fester), sondern können auch 100 Tage ausprobiert werden. So kann man sicher sein, dass man wirklich die richtige Matratze für sich gefunden hat und gut erholt in den neuen Tag starten kann.

2. Trennung zwischen Arbeit und Privatem schaffen

Nicht jeder hat zu Hause ein Arbeitszimmer, in das er sich zum Arbeiten zurückziehen kann. Gerade wenn Kinder mit im Haushalt leben, kann es schwierig sein, einen Platz zu finden, wo man ungestört arbeiten kann. Ich habe lange Zeit an einem Tisch im Schlafzimmer gearbeitet. Dort hatte ich zwar Ruhe, konnte aber noch schwerer zwischen Arbeit und Privatem trennen. Auch das Bett oder das Sofa kann ich nicht als Arbeitsplatz empfehlen. Dort kann man in der Regel weder konzentriert arbeiten noch nach Feierabend dann wieder abschalten.

Idealerweise findet man zu Hause einen Platz, den man sich dauerhaft als Arbeitsplatz einrichten kann. Hier können die Arbeitsmaterialien auch nach dem Feierabend liegenbleiben, so dass man am nächsten Morgen sofort mit der Arbeit beginnen kann. Aus Erfahrung weiß ich: Nach dem Arbeiten den Esstisch wieder freizuräumen, nervt auf Dauer.

3. Arbeitszeiten festlegen

Zu Beginn unserer Selbstständigkeit haben der Lavendelpapa und ich gefühlt rund um die Uhr gearbeitet. Auch während des Essens oder der gemeinsamen Familienzeit haben wir ständig unsere Arbeitsmails gecheckt und beantwortet oder telefoniert. Das war nicht nur für die Kinder unbefriedigend. Auch wir hatten das Gefühl, dass wir nie Pause oder Feierabend haben. Mittlerweile haben wir für uns feste Arbeitszeiten definiert. In der Regel arbeiten wir vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind, und setzen uns abends, wenn die Kinder schlafen, noch einmal für einige Stunden an den Schreibtisch.

Mit der Arbeitszeit am Abend „erkaufen“ wir uns den freien Nachmittag mit den Kindern sowie gemeinsame Mahlzeiten. Zudem haben wir mittlerweile das Homeschooling auf den Nachmittag verlegt. Hier erledigen wir die Aufgaben, die in der Notbetreuung nicht bearbeitet wurden. Für uns ist das die beste Lösung, denn selbst zu arbeiten und gleichzeitig die Kinder zu beschulen, funktioniert (zumindest bei uns) einfach nicht.

Solltet ihr, anders als wir, angestellt arbeiten, müsst ihr euch natürlich an die Vorgaben eures Arbeitgebers halten. Doch da gibt es sicherlich auch einigen Spielraum, die ihr zu eurem Vorteil nutzen könnt. Wichtig ist, dass ihr euch Grenzen setzt. Nur, weil ihr nun zu Hause arbeitet, könnt ihr nicht plötzlich mehr Arbeit erledigen als im Büro. Natürlich gilt auch andersherum, dass ihr euch in eurer Arbeitszeit nicht mit anderen Dingen beschäftigt, sondern für Kollegen, Kunden und Chef erreichbar seid und eure Aufgaben abarbeitet.

4. To-Do-Liste erstellen

Um nicht den Überblick zu verlieren bzw. sich zu verzetteln, ist es hilfreich, To-do-Liste zu erstellen und sich Tagesziele zu setzen. So weiß man, was dringend erledigt werden muss und was ggf. noch Zeit hat. Außerdem helfen To-do-Liste Ordnung in sein Gedankenchaos und Struktur in den Alltag zu bringen. Hat man erst einmal alle Aufgaben aufgeschrieben, hat man sie aus dem Kopf und kann sie anschließend strukturieren.

Mir persönlich hilft es ungemein, wenn ich mir einen Wochenplan mache. Verteilt auf die Woche wirkt die lange To-do-Liste plötzlich doch nicht mehr so schlimm. Zudem erledigt man komplizierte, umfangreichere Aufgaben idealerweise zuerst. So besteht nicht die Gefahr, dass am Ende des Tages bzw. der Woche keine Zeit oder Energie mehr dafür übrig bleibt.

5. Regelmäßig Pausen machen

Gerade wenn man zu Hause arbeitet und ungestört ist, neigt man dazu, keine Pausen zu machen. Dabei sind Pausen beim Arbeiten unglaublich wichtig. Sie helfen dabei, den Kopf wieder frei zu bekommen. Nehmt euch also Zeit für ein Mittagessen abseits des Schreibtisches und nutzt eure Homeoffice-Freiheiten für eine Sporteinheit, einen Kaffee auf der Terrasse oder einen kurzen Spaziergang.

6. Kontakt mit Kollegen halten

Gerade wer sonst im Team arbeitet oder im Büro regelmäßig Besprechungen hat, fällt das Arbeiten im Homeoffice vermutlich unheimlich schwer. Natürlich gibt es vermutlich zahlreiche Video- und Telefonkonferenzen, aber der kurze Plausch in der Teeküche oder die schnelle Kommunikation über den Schreibtisch fehlt. Um dies auszugleichen, lohnt es sich, per Chat o.ä. mit den KollegInnen verbunden zu sein und sich, auch außerhalb von Konferenzen, (über die Arbeit) auszutauschen.

Wie gelingt euch das Arbeiten im Homeoffice? Seht ihr eher die Vor- oder Nachteile?

Anika

Hier schreibt Anika. Ich bin 37 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Kindern. Zusammen mit dem Lavendelpapa, dem Lavendeljungen (9 Jahre) und dem Lavendelmädchen (6 Jahre) wohne ich im wunderschönen Lüneburg. Von hier aus unternehmen wir viele kleine und große Reisen in die nähere Umgebung und in die weite Welt. Ich bin Liebhaberin des Lebens, des Reisens, guten Essens und schöner Dinge. Reisen, backen, basteln und fotografieren sind meine Leidenschaft. Mit dem Bloggen habe ich 2010 begonnen, als ich an meiner Doktorarbeit schrieb und einen Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit suchte. Eigentlich bin ich Pädagogin und Literaturwissenschaftlerin, was sich auch in den Blogthemen widerspiegelt. Seit 2016 blogge ich hauptberuflich.

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