Hausstauballergie Kinder

Hausstaubmilbenallergie bei Kindern: Was tun?

Anzeige Im Herbst vorletzten Jahres fing alles an. Der Lavendeljunge war ständig am Niesen. Seine Nase war verstopft. Besonders nachts und am Morgen war er nur am Schniefen. Seine Augen juckten, tränten und waren rot. Zuerst dachten wir, ihn hätte eine dicke Erkältung erwischt. Doch nachdem das Niesen mehrere Wochen anhielt und er aus dem Schniefen gar nicht mehr rauskam, gingen wir doch mit ihm zum Kinderarzt. Wir hatten da eine unschöne Vermutung.

Hausstaubmilbenallergie: Diagnose mit Folgen

Da ich selbst aus einer Allergiker-Familie stamme und mit diversen Allergien zu kämpfen habe, wusste ich schnell, in welche Richtung die Symptomatik gehen könnte. Die Diagnose kam dank Blutuntersuchung recht schnell: Der Lavendeljunge hat eine Hausstaubmilben-Allergie.

Hausstaubmilbenallergie Kinder

Trotz Vorahnung war diese Diagnose für uns ein Schock. Die große Sorge: Eine (nicht behandelte) Hausstaubmilben-Allergie kann zu Asthma führen. Das wollen wir dem Lavendeljungen auf jeden Fall ersparen.

Doch was können wir tun, damit es nicht so weit kommt? Um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, ist es wichtig, mehr über den Allergieauslöser zu wissen.

Hausstaubmilben sind überall

Bei Hausstaubmilben handelt es sich um etwa kleine 0,3 mm große Tierchen, die sich von abgestorbenen Hautzellen ernähren. An sich sind Hausstaubmilben harmlos. Reagiert man allerdings allergisch auf den von den Hausstaubmilben abgesonderten Kot, kommt es zu den genannten Allergiesymptomen.

Hausstaubmilbenallergie bei Kindern Tipps

Das Gemeine: Haustaubmilben sind überall. Besonders gerne halten sie sich an warmen, feuchten Orten auf. Hausstaubmilben lieben daher, genau wie wir, unser Bett. Im Schlaf sind wir den Allergenen voll ausgeliefert. Das ist der Grund, wieso die Symptome bei einer Hausstaubmilbenallergie nachts und morgens besonders schlimm sind und wir uns u.U. morgens müde und erschöpft fühlen.

Was kann man gegen eine Hausstaubmilbenallergie bei Kindern tun?

Um dem Lavendeljungen Erleichterung zu verschaffen, lautete die Anweisung vom Kinderarzt: Schaffen Sie eine (möglichst) milbenfreie Umgebung. Der Behandlungsansatz ist die Vermeidung des allergieauslösenden Stoffes. Für uns bedeutete dies:

  • Der Hochflorteppich musste aus seinem Kinderzimmer verschwinden.
  • Sein Bett muss wöchentlich neu bezogen werden.
  • Die Decken sollten regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden.
  • Seine Kuscheltiere mussten aus dem Kinderzimmer verschwinden.
  • Ein Kuscheltier durfte er behalten. Dieses muss regelmäßig für 48 Stunden eingefroren und dann in der Waschmaschine gewaschen werden.
  • Pflanzen mussten aus seinem Kinderzimmer verschwinden, da Hausstaubmilben nicht nur Hautschuppen, sondern auch Schimmelpilze mögen, die sich oft in Zimmerpflanzen ansiedeln.
  • In seinem Kinderzimmer muss regelmäßig gelüftet werden, da Hausstaubmilben eine feuchtwarme Umgebung lieben.
  • In seinem Kinderzimmer muss, am besten bei geöffnetem Fenster, regelmäßig feucht gewischt und gesaugt werden.
  • Zudem sollte regelmäßig Staub gewischt werden.
  • Der Lavendeljunge muss den Raum beim Putzen und Bettenbeziehen verlassen.

Natürlich gelten diese Regel eigentlich auch für alle anderen Räume, in denen sich der Lavendeljunge aufhält. Ein unmögliches Unterfangen also. Nichtsdestotrotz zeigten die Maßnahmen Wirkung.

Der Rückschlag: Wenn einfache Maßnahmen nicht ausreichen

Nachdem es dem Lavendeljungen einige Zeit besser ging, wurden die Symptome leider deutlich schlimmer. Plötzliche Atemnot kam hinzu. Für uns ein absolutes Alarmsignal. Wir mussten etwas tun. Auf Anraten des Arztes haben wir nun mit einer Hyposensibilisierung begonnen.

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Das bedeutet, dass dem Lavendeljungen nun beim Kinderarzt in regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von drei Jahren kontrolliert das Allergen, das die Allergiesymptome auslöst, unter die Haut gespritzt wird. Das Ziel ist es, dass sein Körper im Laufe der Zeit eine Toleranz aufbaut. Bei Kindern hat man damit recht gute Erfolgschancen. Wir hoffen, dass der Lavendeljunge irgendwann wieder symptomfrei leben kann.

Erholsamer Schlaf für Allergiker

Außerdem haben wir auf Empfehlung des Arztes Allergiker-Bettwaren angeschafft. Entschieden haben wir uns für AllergoProtect® von Centa-Star. Die Bettwaren sind made in Germany und bei 60 Grad waschbar. Zudem sind sie vom Institut Hohenstein geprüft und mit dem OEKO-TEX® Standard 100 Klasse I ausgezeichnet.

Hausstaubmilbenallergie bei Kindern

Die AllergoProtect-Bettwaren funktionieren mit dem PROtec-aktiv-Verfahren. Das bedeutet, dass die Bettdecke, das Kopfkissen und das Unterbett mit negativ geladenen Teilchen ausgerüstet sind. Sie ziehen die positiv geladenen Allergene wie ein Magnet an und binden sie bis zur nächsten Wäsche. Infolgedessen werden die vorhandenen Allergene im Schlaf von den Atemwegen ferngehalten, was zu einem erholsamen Schlaf beitragen soll.

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Die AllergoProtect-Bettwaren funktionieren also auf rein physikalische Weise. Sie sind atmungsaktiv und die Wirkung lässt auch nach vielen Wäschen nicht nach.

Wir werden die AllergoProtect-Bettwaren in den kommenden Wochen ausführlich testen und euch von unseren Erfahrungen berichten.

Leiden eure Kinder oder ihr selbst auch unter einer Hausstaubmilbenallergie? Was hilft euch? Was würdet ihr uns empfehlen?

Anika

Hier schreibt Anika. Ich bin 35 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Kindern. Zusammen dem Lavendelpapa, dem Lavendeljungen (7 Jahre) und dem Lavendelmädchen (5 Jahre) wohne ich im wunderschönen Lüneburg. Von hier aus unternehmen wir viele kleine und große Reisen in die nähere Umgebung und in die weite Welt. Ich bin Liebhaberin des Lebens, des Reisens, guten Essens und schöner Dinge. Reisen, backen, basteln und fotografieren sind meine Leidenschaft. Mit dem Bloggen habe ich 2010 begonnen, als ich an meiner Doktorarbeit schrieb und einen Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit suchte. Eigentlich bin ich Pädagogin und Literaturwissenschaftlerin, was sich auch in den Blogthemen widerspiegelt. Seit 2016 blogge ich hauptberuflich.

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