World Vision Kindersoldaten Welt

Anzeige: Kinder vor Gewalt schützen – Experteninterview mit Kinder- und Jugendpsychiaterin (in Kooperation mit World Vision)

Anzeige Eine glückliche und sorgenfreie Kindheit ist wertvoll. Sie ist unabdinglich für eine positive Kindesentwicklung. Leider haben viele Kinder dieser Welt nicht das Glück, behütet und angstfrei aufzuwachsen. Von klein auf erleben sie Gewalt. Sie werden zu Kinderarbeit gezwungen, erleben Kriege, werden missbraucht und misshandelt oder sind auf der Flucht. Sie leben in ständiger Angst. Das Leben der Kinder ist dauerhaft bedroht. Als Eltern möchte man sich nicht vorstellen, dass das eigene oder auch fremde Kinder Gewalt erfahren. Der Gedanke, dass Kinder leiden müssen, ist schrecklich. Doch was können wir tun? Wie können wir diese Kinder schützen?

Schütze Kinder vor Gewalt und werde Kindheitsretter

Auch wenn es auf den ersten Blick profan klingt: Wir können spenden. Eine Hilfsorganisation, die sich besonders gegen Gewalt an Kindern einsetzt, ist World Vision. Mit der Kampagne Kindheitsretter verfolgt World Vision das Ziel, Kindern in bewaffneten Konflikten Schutz und Förderung zu ermöglichen. Die Kinder sollen nicht nur stark und widerstandsfähig gemacht werden, sondern auch eine gewisse Geborgenheit erfahren. Ziel ist es, den Kindern ein Stück Kindheit zurück zu geben. Zudem soll den Kindern ein Weg in ein neues Leben ohne Gewalt ermöglicht werden.

World Vision wo Kindersoldaten Karte

Mit den Spenden werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die den Kindern zugute kommen. Das gespendete Geld fließt in Bildungsprojekte, aber auch in humanitäre Hilfe. So wird mit den Spenden beispielsweise die Notversorgung für Kinder in Katastrophen finanziert. Zudem werden geschützte Spielzentren für die Kinder gebaut. Sehr wichtig ist meiner Meinung auch die psychologische Behandlung der Kinder, die mit den Spenden umgesetzt wird. Kinder, die Gewalt erfahren (haben), sind traumatisiert. Nur mit professioneller Hilfe können sie diese schrecklichen Erlebnisse verarbeiten.

Kindheitsretter_KeyVisual

Du möchtest spenden und Kinder vor Gewalt schützen?

Das Projekt Kindheitsretter arbeitet mit monatlichen Spenden. Der Betrag ist ab 10€ frei wählbar. Es gibt keine vertragliche Bindung. Du spendest nur solange du kannst und möchtest. Natürlich ist die Spende steuerlich absetzbar. Du erhältst eine Spendenquittung. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Spenden wird durch das Siegel des Deutschen Zentralinstitutes für Soziale Fragen (DZI) bestätigt. Bereits mit wenigen Euro pro Monat kannst du dazu beitragen, die Gewalt gegen Kinder zu beenden und den Kindern eine Perspektive zu verschaffen.

World Vision Kindheitsretter
Quelle: World Vision

Interview mit Dr. Kerstin Stellermann-Strehlow (Kinder- und Jugendpsychiaterin)

Zum Thema „Gewalt an Kindern“ haben wir ein Interview mit Dr. Kerstin Stellermann-Strehlow geführt. Frau Stellermann-Strehlow ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Sie hat bereits in verschiedensten Ländern der Welt gearbeitet, u.a. in Südafrika, Kosovo und in den USA. Von 2002 bis 2007 arbeitete sie in Kooperation mit dem UKE und der Stiftung Children for Tomorrow in den Townships von Kapstadt, wo sie ein psychotherapeutisches Versorgungsprojekt für schwer traumatisierte Kinder aufbaute. 2007 bis 2017 war sie Oberärztin am UKE in Hamburg. Dort leitete sie u.a. die Ambulanz für Flüchtlingskinder und ihre Familien und etablierte in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin die Sprechstunde Gewalt und Trauma. Seit Ende 2017 arbeitet sie als Oberärztin an der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik an der Psychiatrischen Klinik Lüneburg. Zudem ist sie Leiterin des Kindertraumainsituts.

Warum ist es so wichtig, dass Kinder ohne Gewalt aufwachsen können?
Damit Kinder sich gesund entwickeln können, benötigen sie stabile Beziehungen, in denen physiologische und sensorische Bedürfnisse mit angemessener Feinfühligkeit erfüllt werden und in denen sie vor negativen Reizen geschützt sind. Diese ersten Erfahrungen bilden die Basis für eine sichere Bindung zur Bezugspersonen, welche Kindern ermöglicht, ihr Umfeld, aber auch ihr inneres Erleben zu explorieren und dadurch die nächsten Entwicklungsschritte zu meistern, Belastungen auszuhalten und Emotionen zu regulieren.

Wie können Kinder mit erlebter Gewalt umgehen?
Bei Kindern, die Gewalt durch andere Menschen erfahren, sind oft viele Faktoren, die eine gesunde Entwicklung fördern, nicht erfüllt. Neben körperlichen Verletzungen und Erkrankungen entstehen oft seelische Wunden. Aus der Forschung wissen wir, dass traumatische Erfahrungen resilient (Resilienz = psychische Widerstandsfähigkeit) verarbeitet werden können. Faktoren, die eine resiliente Verarbeitung fördern, sind z.B. soziale Interaktionen, Problemlöse- und Selbstregulationsfähigkeiten, die Selbstaufdeckung der Erfahrung, das Gefühl, bei aller Einzigartigkeit zu einer Gruppe Überlebender zu gehören, und Bedeutung im Trauma sehen zu können.

Was können Förderprojekte konkret tun, um traumatisierten Kindern zu helfen?
Psychosoziale Projekte fördern die genannten Faktoren und helfen den Kindern und Jugendlichen durch Stärkung dieser. Gleichzeitig schaffen sie sichere Räume, in denen sie einfach Kind/Jugendliche sein können. Damit helfen die Projekte bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen, wobei ca. 30% der Kinder spezielle traumatherapeutische Behandlung benötigen.

Welche Wirkung können Projekte wie die Kampagne Kindheitsretter haben?
Wenn Gewalterfahrungen und ihre seelischen Folgen nicht verarbeitet werden, können verschiedene psychische aber auch physische Folgeerkrankungen die Folge sein. Diese können zum einen die eigene Entwicklung, die der nächsten Generation aber auch der Gesellschaft beeinträchtigen und zu einer Weiterführung der Spirale der Gewalt führen.
Psychosoziale Projekte helfen also nicht nur den betroffenen Kindern und ihren Familien, sondern haben auch Auswirkungen auf eine gesunde Entwicklung der nächsten Generation und stellen somit einen wichtigen Beitrag zur Beendigung von Gewalt und der Entwicklung von Frieden dar.

Vielen Dank für das Gespräch!

Anika

Dieser Artikel wurde verfasst von Anika: Zusammen mit der Lavendelfamilie, die aus dem Lavendelpapa, dem Lavendeljungen (6 Jahre) und dem Lavendelmädchen (3 Jahre) besteht, wohne ich in Lüneburg. Von hier aus unternehmen wir viele kleine und große Reisen in die nähere Umgebung und in die weite Welt. Seitdem ich Kinder habe, habe ich das Basteln für mich entdeckt und probiere viele DIY-Ideen aus. Gemeinsam mit den Kindern zu kochen, zu backen und raus in die Natur zu gehen, macht uns allen richtig viel Spaß.

9 Gedanken zu „Anzeige: Kinder vor Gewalt schützen – Experteninterview mit Kinder- und Jugendpsychiaterin (in Kooperation mit World Vision)

  1. kinder müssen beschützt werden. so bilder und berichte machen mich immer nachdenklich, wie es nur sein kann das man so kleinen geschöpfen ihre kindheit nimmt, die eigentlich voll glück und liebe sein sollte.

  2. Sehr trauriges, aber spannendes Thema. Ich habe mich bisher v.a. über mein Studium der Politikwissenschaft damit befasst, die psychologische/psychiatrische Perspektive ist auch sehr wichtig. Schrecklich, was Kinder erleiden müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.