Eine Region in Italien, die von Touristen bislang eher unentdeckt ist, ist die Emilia-Romagna. Relativ im Norden Italiens gelegen ist sie die Heimat des Parmaschinkens, des Parmesans, der Tortellini und des Balsamico-Essigs. Neben den zahlreichen kulinarischen Genüssen hat sie auch eine wunderschöne Landschaft, tolle mittelalterliche Städte sowie Strand und Meer zu bieten. Wir waren in den Sommerferien für eine Woche in der Region unterwegs und finden, sie ist ein echter Geheimtipp! Wieso uns die Emilia-Romagna so gut gefallen hat und was es alles zu entdecken gibt, lest ihr hier.
Emilia-Romagna: Geheimtipp für euren Italien-Urlaub
Tatsächlich war es eher ein Zufall, der uns nach Emilia-Romagna geführt hat. Denn ursprünglich wollten wir unsere Sommerferien in der Bretagne verbringen. Doch eine Einladung zur einer Familienfeier am Bodensee änderte unsere Pläne.

Nachdem wir bereits vor drei Jahren vom Bodensee in die Toskana gefahren sind, sollte das Urlaubsziel dieses Mal etwas näher liegen und mit unserem ebenfalls geplanten Urlaub in Bibione gut kombinierbar sein. So kam es, dass wir uns für einen Urlaub in Ravenna in der Region Emilia-Romagna entschieden und von dort nach einer wundervollen Urlaubswoche weiter nach Lignano bzw. Bibione fuhren.

Genau wie Lignano und Bibione liegt Ravenna übrigens an der Adriaküste, so dass man den Urlaub auch als Badeurlaub gestalten kann. Tatsächlich waren wir während unserer Zeit in Ravenna aber lediglich dreimal für ein paar Stunden am Meer. Schließlich gibt es so viel anderes zu entdecken.

Bevor wir euch gleich die schönsten Ausflugsziele für die Emilia-Romagna vorstellen, noch ein paar Worte zur Region, denn sie ist unheimlich vielfältig. Im Süden grenzt die Emilia-Romagna an die Toskana. Es ist also kein Zufall, dass man in der Emilia-Romagna an vielen Stellen Toskana-Vibes bekommt und das alles ohne Massentourismus.

Denn wenngleich wir im Juli, also mitten in der Hauptsaison, Urlaub in Ravenna gemacht haben, waren wir stets verwundert darüber, warum so wenige andere Touristen mit uns die Städte besucht haben. Während in Bibione Deutsch die meist gesprochene Sprache war, war sie in Ravenna so gut wie nie zu hören.

Emilia-Romagna: Sehenswürdigkeiten, Must-Sees & Geheimtipps
Wer in der Emilia-Romagna Urlaub macht, sollte sich mindestens eine Woche, besser zwei Wochen Zeit nehmen, um alles zu entdecken. Wir haben die Region im Schnelldurchlauf erkundet und hätten gerne noch mehr Zeit gehabt.

Den Nordwesten der Region mit Parma und Modena haben wir z.B. gar nicht gesehen. Unsere Emilia-Romagna-Tipps beschränken daher sich auf die Adriaküste sowie das Hinterland bis Bologna und Ferrara.

Solltet ihr in eurem Urlaub die gesamte Region entdecken wollen, empfehlen wir euch mindestens zwei verschiedene Unterkünfte zu buchen, da die Fahrtstrecken sonst zu lang werden. Tatsächlich saßen wir in diesem Urlaub relativ viel im Auto. Fahrtstrecken von über einer Stunde waren keine Seltenheit.

Mosaikhauptstadt Ravenna
Für unseren Urlaub in der Emilia-Romagna hatten wir Ravenna als Ausgangspunkt für unsere Ausflüge in die Region ausgesucht. Am Rande der Altstadt hatten wir eine Ferienwohnung gemietet. Ideal, um am Abend durch die lebendige Altstadt zu schlendern und sich in einer der zahlreichen Bars einen Drink zu genehmigen.

Auch kulturell hat Ravenna unheimlich viel zu bieten. Ravenna war im 5. und 6. Jahrhundert eine der bedeutendsten Städte des Abendlandes. Aus dieser Zeit stammen die wunderschönen, frühchristlichen und byzantinischen Baudenkmäler und Mosaike, von denen gleich acht von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Nirgendwo anders auf der Welt findet ihr so viele, so gut erhaltene Mosaike auf so engem Raum.

Wie aus einer anderen Welt
Wer die wirklich magischen Mosaike besichtigen möchte, kauft sich am besten ein Kombiticket. Wir haben uns für den 5-Monumente-Pass entschieden und hatten damit Zutritt zur Basilica di San Vitale, dem Mausoleum der Galla Placidia, der Basilica di Sant’Apollinare Nuovo sowie der Kapelle Sant’Andrea und dem Battistero Neoniano.

Alle fünf Stätten liegen fußläufig im Zentrum beieinander und können problemlos an einem Tag besichtigt werden. Plant für die Besichtigung etwa vier Stunden ein. Wenngleich alle Monumente beeindrucken, waren die Mosaike der Basilica di San Vitale für uns das klare Highlight. Auch die Mosaike im angrenzenden Mausoleum waren wunderschön anzusehen.

Das Tolle: Auch im Hochsommer gibt es in Ravenna keine Touristenmassen. Wer die spektakulären Mosaike für sich alleine haben möchte, besichtigt sie am besten in den Randzeiten.

Zudem lohnt es sich, durch die Gassen der wirklich sehenswerten Altstadt zu schlendern und die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu entdecken. So findet ihr in Ravenna beispielsweise das Grab des italienischen Dichters und Philosophen Dante Alighieris sowie angrenzend das Dante-Museum.

Auch der Piazza del Popolo, der Hauptplatz von Ravenna, sowie die Markthalle aus dem 19. Jahrhundert, der Mercato Coperto, sind einen Besuch wert. Hier findet man in sanierten, historischen Mauern Cafés, Restaurants, Bars sowie Feinkostgeschäfte mit einem modernen Ambiente.

Ferrara
Ihr sucht einen Ort, in dem ihr noch weniger Touristen begegnet als in Ravenna? Dann seid ihr in Ferrara genau richtig. Mit knapp 130.000 Einwohnern eignet sich die entspannte Universitätsstadt mit ihren zahlreichen Renaissancebauten für einen Tages- oder Halbtagesausflug.

Wir haben einen halben Tag in Ferrara verbracht und dort die mittelalterliche Altstadt, die übrigens als Gesamtwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, zu Fuß erkundet. In Ferrara erwartet euch eine spannende Mischung aus engen Gassen, großzügigen Plätzen und beeindruckenden Gebäuden.

Besonders sehenswert ist das Castello Estense. Bei der viertürmigen Wasserburg handelt es sich um das Wahrzeichen der Stadt. Die ehemalige Residenz der Adelsfamilie Este ist wirklich imposant. Kein Wunder, trug die Familie Este doch maßgeblich zum Wachstum der Stadt bei. Spannend an dieser Stelle zu wissen: Im Gegensatz zu vielen anderen italienischen Städten hat Ferrara keinen römischen Ursprung, sondern wurde erst im Frühmittelalter gegründet.

Ebenfalls nicht verpassen dürft ihr in Ferrara die Kathedrale San Giorgio. Durch diverse An- und Umbauten hat sie ein ganz besonderes Erscheinungsbild. Romanische Elemente treffen hier auf Renaissance und Gotik. Besonders hübsch anzusehen ist die Loggia dei Merciai. Eine der Piazza zugewandeten, zwischen Mamorsäulen befindlichen Ladenzeile, in der bereits im Mittelalter Waren angeboten wurden.

Auch der am Piazza Trento – Trieste befindliche Torre dell’Orologio sowie die weiteren Paläste am Platz sind durchaus sehenswert. Wer von der Piazza Trento – Triente der Via Guiseppe Mazzini folgt, sollte sich unbedingt das ehemalige jüdische Viertel (Ghetto Ebraico) ansehen.

Zudem solltet ihr unbedingt durch die Via delle Volte schlendern. Es handelt sich dabei um eine schmale, enge Gasse mit zahlreichen Bögen bzw. Übergängen, die im Mittelalter eine der wichtigsten Straßen der Stadt war.

Alte Universitätsstadt Bologna
Bologna ist die Hauptstadt der Emilia-Romagna und mit knapp 400.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Wir haben uns einen ganzen Tag für die alte Universitätsstadt Zeit genommen. Dabei sind wir durch die kilometerlangen Arkadengängen gelaufen, haben wunderschöne Plätze entdeckt und haben die Wahrzeichen der Stadt genossen.

Wer mit dem Auto nach Bologna fährt, sollte sein Auto unbedingt außerhalb der ZTL-Zone parken. Wir haben uns für die Tiefgarage unter der Piazza dell’Otto entschieden. Von dort läuft man etwa 10 bis 15 Minuten zum Hauptplatz der Stadt.

Angekommen auf der Piazza Maggiore erwartet euch ein wunderschön anzusehendes Ensemble aus mittelalterlichen Palästen sowie Gebäude der Renaissance.

Neben dem prächtigen Rathaus liegt auch die Basilica di San Petronio am Platz, die mit ihrer unvollendeten Backstein- und Marmorfassende einen ganz besonderen Look hat. Auch den Neptunbrunnen findet ihr hier.

Nur wenige Schritte von der Piazza Maggiore und der Basilika entfernt, befindet sich der Palazzo dell’Archiginnasio. Es handelt sich dabei um die alte Universität Bolognas, die übrigens als eine der ältesten Universitäten der Welt gilt. Besichtigt werden können der historische Anatomiesaal sowie die Bibliothek.

Lebhafte Studentenstadt mit Geschichte
Ebenfalls sehenswert ist das Stadtviertel Quadrilatero. Die lebhaften, engen Gassen liegen östlich der Piazza Maggiore und beheimaten zahlreiche Feinkostläden, Marktstände und Restaurants.

Auch die Piazza Santo Stefano mit der dortigen Basilika Santo Stefano solltet ihr euch nicht entgegen lassen. Für mich ist sie einer der schönsten Plätze in Bologna.

Nehmt euch unbedingt Zeit für Besichtigung der Basilika. Es handelt sich um einen Komplex aus zahlreichen zusammenhängenden Bauwerken. Verschiedene Kirchen und Kapellen sind hier über Kreuzgänge und Innenhöfe miteinander verbunden.

Der Ort strahlt im Trubel der sonst so quirligen Großstadt eine ganz besondere Ruhe aus. Der Eintritt ist kostenlos. Schaut also unbedingt vorbei und lasst euch verzaubern.

Ebenfalls nicht verpassen solltet ihr die schiefen Türme Garisenda und Asinelli. Die Türme wurden im 12. Jahrhundert von zwei Adelsfamilien erbaut. Sie gelten als Wahrzeichen der Stadt und sind somit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Leider können sie momentan aus Sicherheitsgründen nicht besichtigt werden.

Rimini: Altstadt mit Charme
Auch der berühmte Badeort Rimini ist Teil der Emilia-Romagna und der Ort in der Region, der uns am meisten überrascht hat. Tatsächlich hat uns Rimini so gut gefallen, dass wir in unserem Urlaub gleich zweimal dort waren. Denn abseits des Strand- und Party-Trubels hat Rimini eine wunderschöne Altstadt, die von römischen Bauwerken geprägt ist und die ihr unbedingt besuchen solltet.

Parkt euer Auto auf dem Parcheggio Largo Bertuzzi und schlendert von dort zum Castel Sismondo. Bevor ihr euch die mittelalterliche Burg, die übrigens das Fellini-Museum beherbergt, genauer anseht, solltet ihr euch unbedingt bei der Gelateria il Castello ein Eis kaufen. Das Pistazien-Eis ist ein Traum!

Mit dem Eis in der Hand schlendert ihr über den hübsch angelegten Platz vor dem Castel oder ihr sucht euch ein schattiges Plätzchen am Rande der Piazza dei Sogni. Von dort geht es weiter zu einem der Hauptplätze der Stadt, der Piazza Cavour. Hier findet ihr wunderschöne Paläste, zahlreiche Cafés und Restaurants sowie den alten Fischmarkt.

Römische Überbleibsel
Ebenfalls auf keinen Fall in Rimini verpassen solltet ihr die Tiberiusbrücke sowie den Augustusbogen. Die Bauwerke aus der Römerzeit zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Leider finden aktuell Bauarbeiten (Stand 2026) an der Tiberiusbrücke statt, so dass sie zu großen Teilen verhüllt ist.

Nichtsdestotrotz solltet ihr die Brücke unbedingt überqueren, denn angrenzend befindet sich das ehemalige Fischerviertel Borgo San Guiliano, das wir euch sehr ans Herz legen.

Neben niedlichen Cafés und Restaurants erwarten euch im Borgo San Guiliano enge, kopfsteingepflasterte Gassen mit kleinen, teils hübsch renovierten Häusern, an denen ihr viel Street Art findet.

Zudem empfehlen wir euch einen Bummel über den Corso d’Augusto. Die Einkaufsstraße führt von der Tiberiusbrücke zum Augustusbogen. Biegt zwischendurch unbedingt auch in die kleinen Nebenstraßen ab.

In der Via Giordano Bruno liegt die La botteghina, ein Feinkostgeschäft in dem ihr unglaublich lecker essen könnt. Angeboten wird authentisch italienische Küche zu fairen Preisen. Ein weiterer Pluspunkt: Das Restaurant wird vorwiegend von Einheimischen besucht. Die Atmosphäre und das Personal sind sehr angenehm.

Santarcangelo di Romagna: Geheimtipp der Region
Für uns ist der kleine Ort ein echter Geheimtipp! Nur ungefähr 20 Minuten von Rimini entfernt liegt landeinwärts das kleine Städtchen Santarcangelo di Romagna. Mit etwas über 20.000 Einwohnern eignet sich die mittelalterliche Stadt gut für einen Halbtagesausflug.

Parkt euer Auto auf dem kostenlosen Parcheggio Francolini Santarcangelo und lauft von dort Richtung Altstadt. Besonders sehenswert ist die historische Altstadt auf dem Jupiterhügel.

Hier findet ihr nicht nur wunderschöne kleine Gassen, die sich den Hügel hinauf schlängeln, sondern auch eine Burg, einen alten Glockenturm, ein altes Stadttor sowie unterirdische Tuffsteingrotten, die besichtigt werden können.

Zudem lohnt sich ein Abstecher zur Stamperia artigiana Marchi. In dem Geschäft werden Stoffe aus reinen Naturfasern mit einer Heißmangel aus dem Jahre 1633 gepresst und mit alten, hölzernen Druckstempel von Hand bedruckt.

Cesenatico: Küstenort mit bunten Häusern
Wenn ihr von Ravenna entlang der Küste nach Rimini fahrt, kommt ihr zwangsläufig an dem Küstenort Cesenatico vorbei. Ein kurzer Abstecher lohnt sich. Das ehemalige Fischerdorf ist zwar deutlich touristischer als z.B. Santarcangelo di Romagna, aber ein Spaziergang entlang des von bunten Häusern gerahmten Kanals mit seinen zahlreichen Museumsschiffen versetzt einen sofort in Urlaubsstimmung.

Zudem gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen. Parkt euer Auto am besten auf dem kostenlosen Parcheggio Largo San Giacomo. Wer mag, kann entlang des Kanals bis zum Strand laufen und dort die Füße im Meer abkühlen. Zudem empfiehlt es sich, auch die Gassen abseits der Promenade zu erkunden. Es erwarten euch hübsche Plätze sowie niedliche Häuser.

Historisches Dorf San Leo
Im Hinterland von Rimini befindet sich, unweit von San Marino, das kleine Bergdorf San Leo. Das malerische Dorf liegt auf einem Bergkamm und ist bereits aus der Ferne ein echter Hingucker. Der Grund dafür ist die große Festungsanlage, die man natürlich auch besichtigen kann.

Neben der Besichtigung der Burg lohnt sich ein Spaziergang durch das mittelalterliche Dorf, das übrigens zu den schönsten Italiens zählt.

Zu entdecken gibt es wunderschöne alte Steinhäuser, eine romanische Pfarrkirche, einen Glockenturm sowie eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Zudem erwarten euch tolle Ausblicke auf das Umland.

Kleinstaat San Marino
Etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit von San Leo Richtung Küste entfernt liegt der Zwergenstaat San Marino. Mit gerade mal 61 km² ist er der drittkleinste Staat in Europa und gilt als älteste bestehende Republik der Welt.

Die Hauptstadt von San Marino liegt hoch oben auf dem Berg Monte Titano und bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegende mediterrane Landschaft. Wir haben uns einen Nachmittag Zeit genommen und haben das historische Zentrum, das übrigens von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, erkundet. Leider hatten wir an dem Nachmittag ein wenig Pech mit dem Wetter.

Die Altstadt von San Marino ist mit ihren zahlreichen imposanten Gebäuden, den markanten Türmen und den engen Gassen, die sich den Berg hinaufschlängeln, wunderschön. Allerdings gibt es ein Problem: Die Altstadt von San Marino ist unheimlich touristisch und im Sommer ziemlich überlaufen. Die Dichte von Souvenir-, Schmuck- und Waffengeschäften ist immens. Ich persönlich bin überhaupt kein Fan davon, weshalb ich den Besuch nicht in vollen Zügen genießen konnte.

Highlights von San Marino
Da sich bei unserem Besuch zudem ein Wetterwechsel ankündigte, konnten wir uns das Wahrzeichen von San Marino, die drei Wehrtürme sowie die dazugehörige Burganlage leider nur von außen ansehen. Ich denke aber, dass es sich eine Besichtigung absolut lohnt. Ebenfalls sehenswert in San Marino sind die Basilika San Marino sowie der Palazzo Pubblico. Dabei handelt es sich um den Sitz des Rathauses, des Parlaments sowie der Regierung. Mehrmals am Tag kann man hier den Wechsel der Soldatenwache erleben.

Wichtig zu wissen: Wer San Marino besuchen möchte, parkt sein Auto am besten in einem der zahlreichen Parkhäuser am Rande der Altstadt. Viele der Parkhäuser sind direkt an den Hang gebaut. Verschiedene Fahrstühle bringen euch direkt in die autofreie Altstadt. Alternativ könnt ihr die Altstadt mit der Seilbahn erreichen. Obwohl San Marino nicht zur EU gehört, gibt es keine Grenzkontrollen. Bezahlt wird mit Euro.

Wie in der Toskana: Mittelalterliches Dorf Brisighella
Klein, aber fein! So könnte man das mittelalterliche Dorf Brisighella beschreiben. Eingebettet in das hügelige Hinterland der Emilia-Romagna fühlt man sich hier wie in der Toskana. Auf einem Kreidefelsen oberhalb des Dorfs thront die Burganlage Rocca Manfrediana.

Auf einem weiteren Felsen findet ihr einen alten Uhrturm. Auf einem dritten Hügel steht die Wallfahrtskirche Santuario del Monticini.

Alle drei Wahrzeichen der Stadt sind vom Dorf zu Fuß erreichbar; Man kann sie aber auch direkt mit dem Auto anfahren und sich den Aufstieg sparen.

Dann verpasst ihr allerdings evtl. den wunderschönen Blick über die Dächer der Stadt sowie den Via degli Asini, eine mittelalterliche, erhöhte und vollständig überdachte Straße mit Arkaden, auf der einst Esel den in den nahen Steinbrüchen abgebauten Gips transportierten.

Abbazia di Pomposa
Auf unserem Weg nach Lignano haben wir die Abbazia di Pomposa besucht. Es handelt sich dabei um ein Benediktinerkloster, dessen Ursprung bis ins 6. oder 7. Jahrhundert zurückgeht.

Besonders sehenswert sind die alten Fresken sowie der Glockenturm. Der Eintritt ist mit 5€ pro Person vergleichsweise günstig. Personen unter 18 Jahren können die Abtei kostenlos besichtigen.

Ausflugsziele in der Emilia-Romagna, die sich für uns nicht gelohnt haben
Leider gab es in der Region auch einige Orte, die uns enttäuscht haben. Dazu gehört neben Comacchio auch Dozza. Dozza wird in vielen Blogs als lohnendes Ausflugsziel genannt. Da der kleine Ort abseits der Hauptstraßen im Landesinneren liegt, ist die Anfahrt recht aufwendig.

Bekannt ist Dozza für seine Festungsanlage Rocaa Sforzesca sowie seine Street Art. Im Dorf sind zahlreiche Häuser mit großen Murals bemalt. Sie stammen von zeitgenössischen Künstlern. Leider sind viele der Gemälde nicht mehr im besten Zustand und auch sonst ist das Dorf eher ausgestorben.

Auch Comacchio, was oft als kleines Venedig bezeichnet wird, konnte uns nicht wirklich überzeugen. Die Trepponti-Brücke aus dem 17. Jahrhundert, die insgesamt fünf Kanäle überspannt, ist zwar hübsch anzusehen, aber ansonsten ist der Ort ziemlich verschlafen. Vielleicht lag es auch daran, dass wir ihn in der Mittagszeit besucht haben.

Emilia-Romagna: Beste Reisezeit
Ihr seht, die Region ist unheimlich vielfältig und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Obwohl wir die Emilia-Romagna in der Hauptsaison besucht haben, war der Urlaub unglaublich entspannend. Touristenmassen sind wir lediglich in San Marino begegnet.

Auch wenn es an einigen Tagen wirklich warm war, konnte man die Hitze im Sommer gut aushalten und wir hatten viele schöne Momente in der Emilia-Romagna. Selbstverständlich ist die Emilia-Romagna auch in den anderen Jahreszeiten eine Reise wert. Dann kann man allerdings nicht in der Adria baden.


