Schon lange wollte ich den Süden Spaniens bereisen und Andalusien mit seiner abwechslungsreichen Natur und Kultur entdecken. Jetzt war es endlich so weit. In den Osterferien haben wir einen zweiwöchigen Andalusien-Roadtrip gemacht. Dabei haben wir uns die wunderschöne Landschaft und die beeindruckenden Bauten aus der Zeit der Mauren verliebt. Was wir alles in dieser Zeit gesehen und erlebt haben, zeigen wir euch hier. Zudem erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, um euren eigenen Andalusien-Urlaub planen zu können.
Andalusien: Anreise & Mietwagen
Wer in Andalusien Urlaub machen möchte, reist vermutlich mit dem Flugzeug an. Wir sind von Lübeck nach Málaga geflogen. Neben Málaga verfügen auch Sevilla, Granada und Jerez de la Frontera über einen Flughafen. Schaut einfach, welchen ihr am besten und günstigsten erreichen könnt.

Solltet ihr nicht in den jeweiligen Städten bleiben wollen, empfehlen wir euch für die Andalusien-Rundreise einen Mietwagen. Es ist mit Abstand die komfortabelste Möglichkeit, die Region zu erkunden. Sicherlich kann man in Andalusien auch mit Bus und Bahn reisen; Doch gerade, wenn die Unterkünfte außerhalb der Städte liegen, ist ein Mietwagen sehr praktisch.

Tatsächlich sind wir mit dem Mietwagen auch in die Innenstädte von Málaga, Granada und Sevilla gefahren. Der Verkehr war gut händelbar. Allerdings haben wir uns stets vorab einen Parkplatz bei Google Maps herausgesucht, so dass wir keinen Stress bei der Parkplatzsuche hatten.

Andalusien-Rundreise: Sehenswürdigkeiten & Must-Sees
Wie bereits erwähnt, haben wir uns für die Andalusien-Rundreise zwei Wochen Zeit genommen. Dabei haben wir viele der Andalusien-Must-Sees gesehen. Um die Fahrtzeiten möglichst gering zu halten, haben wir den Andalusien-Roadtrip vorab ausführlich geplant. Startpunkt und Ende unserer Andalusien-Rundreise lagen in Málaga.

Dabei haben wir die zwei Wochen wie folgt aufgeteilt:
1. Tag: Málaga – Altstadt, Markthalle, Kathedrale, Alcazaba, Hafenpromenade
2. Tag: Caminito del Rey – Wanderung
3. Tag: Antequera – Dolmen, Altstadt; El Torcal – Wanderung
4. Tag: Granada – Alhambra (unbedingt inkl. Nasridenpalast)
5. Tag: Granada – Altstadt, Kathedrale, Alcaicería, Albaicín
6. Tag: Cárcavas de Marchal – Wanderung; Guadix, Gorafe-Wüste
7. Tag: Los Cahorros – Wanderung
8. Tag: Córdoba – Altstadt, Mezquita-Kathedrale, Alcázar de los Reyes Cristianos, Innenhöfe
9. Tag: Sevilla – Altstadt, Real Alcázar
10. Tag: Sevilla – Kathedrale, Plaza de España, Santa Cruz
11. Tag: Ronda – Brücke, Altstadt sowie weitere weiße Dörfer Setenil de las Bodegas, Gaucín & Casares
12. Tag: Marbella – Altstadt & Strand
13. Tag: Estepona & Málaga
Die ausführliche Version unserer einzelnen Stationen samt aller Andalusien-Sehenswürdigkeiten findet ihr in einem separatem Artikel. Dies würde hier den Rahmen sprengen. Neben den genannten Andalusien-Sehenswürdigkeiten hat die Region natürlich noch viel mehr zu bieten. Bestimmte Teile von Andalusien wie die Tabernas-Wüste haben wir aus Zeitgründen gar nicht bereist.

Andalusien: Unterkünfte finden
Nachdem wir nach unseren Provence-Urlaub-Erfahrungen entschieden haben, keine Unterkünfte mehr in großen Städten zu buchen, lagen unsere Ferienwohnungen in Andalusien alle in kleinen Städte bzw. in Randlage der Großstädte.

Um alle geplanten Sehenswürdigkeiten gut erreichen zu können, haben wir insgesamt vier verschiedene Airbnbs in Andalusien (Affiliate-Link) gebucht. Die erste Ferienwohnung befand sich in Pizarra (Affiliate-Link). Ideal, um nach Málaga zu fahren, den Caminito del Rey zu laufen und die Felsformationen von El Torcal zu bestaunen.

Die zweite Unterkunft lag in Maracena (Affiliate-Link), wenige Kilometer außerhalb von Granada. Von hier haben wir Granada, die Badlands und Guadix erkundet sowie eine Wanderung durch eine Schlucht gemacht.

Als dritte Unterkunft haben wir eine Ferienwohnung in Fuentes de Andalucía (Affiliate-Link) gewählt. Diese lag zwischen Córdoba und Sevilla. Sie war ein guter Kompromiss, um beide Städte besichtigen zu können.

Unser letztes und viertes Airbnb befand sich in Estepona (Affiliate-Link), von wo wir Ronda, Marbella sowie einige der weißen Dörfer erkundet haben.

Andalusien-Urlaub: Das sollte man unbedingt wissen!
Andalusien ist ein beliebtes Reiseziel. Daher solltet ihr euch rechtzeitig um Flüge, Unterkünfte und Eintrittskarten kümmern. Wer die Andalusien-Highlights wie die Alhambra in Granada, den Caminito del Rey oder auch die Mezquita-Kathedrale in Córdoba, den Alcázar oder die Kathedrale in Sevilla besichtigen möchte, sollte sich rechtzeitig um Tickets kümmern.

Je nach Jahreszeit sind diese bereits Wochen vorher ausgebucht. Als wir Anfang Februar Eintrittskarten für die Alhambra kaufen wollten, waren die Tickets für den Nasridenpalast Ende März fast komplett ausgebucht. Ähnlich erging er uns bei den Tickets für den Caminito del Rey.

Das lag zum Teil auch daran, dass unser Andalusien-Urlaub in die Semana Santa fiel, in der viele Spanier Urlaub haben. Bei der Semana Santa handelt es sich um die spanische Bezeichnung für die Karwoche, die im Süden Spaniens zu den wichtigsten Feierlichkeiten des Kirchenjahres gehört.

In der Heiligen Woche, die von Palmsonntag bis Ostersonntag dauert, finden in den großen Städten täglich mehrere Prozessionen der verschiedenen Bruderschaften mit oft tausenden Teilnehmern statt. Auch in den kleineren Orten gibt es feierliche Umzüge, die von Musikkapellen begleitet werden.

Die Prozessionen, die oft sechs bis zwölf Stunden dauern und bis tief in die Nacht gehen, sind ein absolutes Must-See. Die Stimmung ist feierlich und die schweren Prunkwagen zu sehen, die von 150 bis 250 Männern getragen werden, ist wirklich etwas ganz Besonderes. Wer den Prozessionen der Semana Santa beiwohnen möchte, sollte mit einem großen Andrang rechnen und sich je nach Ort lieber einen Platz außerhalb der Altstadt suchen.

Da die meisten Prozessionen erst am Abend beginnen, kann man tagsüber die Städte besichtigen. Parkt dafür am besten außerhalb der Altstadt, denn bereits einige Stunden vor den Prozessionen werden bestimmte Straßen in der Stadt abgeriegelt.

Zudem solltet ihr wissen, dass bereits vor der Semana Santa in den wichtigsten Straßen der Altstadt und an den Hauptplätzen Tribünen und Absperrungen aufgebaut werden, so dass Blick auf die Gebäude z.T. eingeschränkt ist. Sicherlich wäre es ohne die Aufbauten schöner gewesen, aber dann hätten wir nicht die Semana Santa mit ihrer besonderen Stimmung erleben können.

Beste Reisezeit: Andalusien entdecken
Andalusien ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Wer viel besichtigen oder wandern möchte, sollte Andalusien im Frühjahr oder Herbst bereisen. Dann ist es noch nicht ganz so heiß.

Wir hatten Ende März die meiste Zeit über blauen Himmel und Temperaturen um die 20 Grad. In Sevilla knackte das Thermometer sogar fast die 30-Grad-Marke. Auf einigen Wanderungen in den Bergen waren es teilweise nur 16 Grad.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem Artikel einen guten, ersten Überblick über die südlichste Region Spaniens geben. Wie versprochen, folgt in den kommenden Wochen ein Bericht über die schönsten Orte in Andalusien. Zudem stellen wir euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor.


