Der Bugaboo Bee³ im Test

Anzeige Nachdem sich das Lavendelmädchen mittlerweile ein wenig bei uns einleben konnte, hat uns doch noch einmal das Urlaubsfieber gepackt. Es konnte doch nicht sein, dass wir dieses Jahr nicht noch einmal wegfahren. Deshalb haben wir vor ein paar Wochen relativ spontan ein schönes Ferienhaus in Dänemark gebucht. Dort wollen wir gemeinsam entspannen und uns den Wind um die Ohren pusten lassen. Der Lavendeljunge liebt das Meer und den Strand. Im Urlaub kann er sich dann noch mal richtig austoben. Wie ihr seht, die Vorfreude ist groß. Allerdings wird die Fahrt bis zum Ferienort sicherlich eine Herausforderung. Neben ungeduldigen Kindern wäre da noch das Thema Koffertransport. Wir haben zwar kein ganz kleines Auto, aber neben der ganzen Kleidung, Spielzeug und ein wenig Lebensmitteln wollen auch noch ein Kinderwagen und mindestens ein Laufrad mit in den Urlaub. Da unser bisheriger Kinderwagen sehr groß und sperrig ist, passt es sehr gut, dass wir bei Gofeminin als Tester für den neuen Kinderwagen von Bugaboo ausgewählt wurden.

Der Bugaboo Bee³ zeichnet sich nämlich vor allem durch seine Kompaktheit, Flexibiliät und Leichtigkeit aus, so dass er im Auto deutlich weniger Platz wegnimmt als unser bisheriger Kinderwagen. Hatte man diesen im Kofferraum verstaut, war eigentlich nur noch Platz für einen kleinen Koffer. Doch damit kommen wir jetzt nicht mehr weit.

Vermarktet wird der Bugaboo Bee³ unter dem Slogan „Der urbane Kinderwagen“. Für uns ist das Motto passend, denn wir leben in der Stadt und sind nur selten in Feld und Wiesen unterwegs. Dass man mit dem Kinderwagen nicht an den Strand kann, war uns also vor unserem Urlaub klar. Doch auch in Dänemark macht man ja einige Tagesausflüge, wo ein Kinderwagen durchaus praktisch sein kann. Und mal ehrlich: Auch unser bisheriger Kinderwagen, ein Teutonia, hätte einen Ausflug zum Strand nicht mitgemacht. Da braucht man schon einen Kinderwagen mit festen, nicht schwenkbaren, stabilen Reifen oder ein Tragetuch.

Offiziell geeignet ist der Bugaboo Bee³ ab der Geburt bis zum Kleinkindalter. Für Säuglinge gibt es eine softe Liegewanne. Für Kleinkinder kann man den Kinderwagen mit einem Aufsatz zu einer Karre umbauen. Verkauft wird der Bugaboo Bee³ mit dem Sitz. Wer ihn ab Geburt nutzen möchte, muss die Liegewanne extra dazu kaufen. Die Idee, einen Kinderwagen aus Bausteinen zu gestalten, finde ich persönlich gut. Denn oft sind Dinge dabei, die man eigentlich gar nicht mehr benötigt. Neben der Liegewanne kann man beispielsweise auch noch einen Fußsack, einen Sonnenschirm oder einen Autositzadapter zusätzlich für den Kinderwagen kaufen. Natürlich hat diese Bausteinsystem auch Nachteile, denn unter Umständen wird der Kinderwagen so schnell sehr teuer.

Als wir den Bugaboo Bee³ zum Testen erhalten haben, mussten wir ihn noch aufbauen. Der Lavendelpapa hat das zusammen mit dem Lavendeljungen erledigt und war erstaunlicher Weise trotz der Hilfe des Lavendeljungen recht schnell fertig. Nach dem Zusammenbauen fielen mir gleich zwei Sachen auf: Das Sonnenverdeck, das übrigens in vielen verschiedenen Farben erhältlich ist und auch extra gekauft werden kann, ist recht knapp. Es ist zwar zusätzlich aufklappbar, aber auch dann reicht es nicht sehr weit über den Kinderwagen. Ich war gespannt, wie dies in der Praxis aussehen würde. Die zweite Sache, die mir auffiel, war, dass der Kinderwagen nach dem Aufbauen ausdünstete. Deshalb stand er bei uns zunächst erst einmal ein paar Tage auf der Terrasse, bevor wir ihn zum ersten Mal benutzten.

Doch nun zum Gebrauch: Der Bugaboo Bee³ ist genauso wendig und flexibel wie er angepriesen wird. Das Gestell lässt sich schnell und einfach zusammenklappen und anschließend im Auto verstauen. Dadurch, dass das Gestell vergleichsweise sehr leicht ist, kann auch ich diese Aufgabe übernehmen. Bei unserem alten Kinderwagen war es so, dass ich das lieber den Lavendelpapa machen lassen habe und durchaus Probleme hatte, wenn ich früher mit dem Lavendeljungen mal alleine in die Stadt wollte, weil mir das Gestell einfach zu schwer war. Das ist mit dem Bugaboo Bee³ nun anders. Auch der Zusammenbau von Gestell und Liegewanne ist einfach. Mit einem Klick befestigt man die Wanne auf dem Gestell und schon kann man losschieben. Je nach Größe des Schiebers lässt sich der Griff des Kinderwagens in der Höhe verstellen. Auch das ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Da der Lavendelpapa recht groß ist, nimmt er davon gerne Gebrauch. Praktisch an dem Bugaboo Bee³ ist auch die relativ große Tasche unter dem Kinderwagen, in dem man gut seine Einkäufe oder Wickeltasche verstauen kann. Setzt man die Liegewanne auf das Gestell, ist sie im Vergleich zu unserem alten Kinderwagen recht tief. Für mich ist das kein Problem, aber der Lavendelpapa muss sich schon ziemlich zum Lavendelmädchen herunterbeugen. Der Kinderwagen ist also eher für normal große Menschen gemacht. Durch die schwenkbaren Räder ist der Bugaboo Bee³ sehr flexibel und wendig. Kurvenfahren ist damit kein Problem, womit er ideal für die Stadt und zum Einkaufen ist. Auf der Straße liegt der Kinderwagen sehr gut. Die Räder sind schön leise. Er klappert oder holpert nicht. Auf steinigem Boden wird das Schieben dann schon schwieriger. Wir haben den Bugaboo Bee³ auf einem steinigen Feldweg getestet, wobei die Räder zu wenig Widerstand hatten.

Dadurch, dass das Lavendelmädchen recht tief in der Liegewanne liegt, ist sie gut vor Wind geschützt. Auch das Sonnenverdeck hält den Wind gut ab. Die Liegewanne ist durch eine Einlage gut gepolstert. Wir legen einfach zusätzlich noch ein Moltontuch und zum Zudecken ein Kissen oder eine Decke herein. Bedarf kann man die Liegewanne mit einem Verdeck schließen. Das stelle ich mir vor allem im Winter sehr praktisch vor, da es sicherlich die Kälte zusätzlich abhält. Für den Fall das es regnet, gibt es für den Bugaboo Bee³ ein Regenverdeck, das gut anliegt. Inzwischen haben wir den Kinderwagen auch bei Sonne getestet. Das Verdeck hält mehr ab als vermutet. Bei Bedarf kann man zusätzlich noch eine Spuckwindeln über das Sonnendeck hängen, um das Kind vor der Sonne zu schützen.

Wie bereits geschrieben, lässt sich der Bugaboo Bee³ auch als Karre verwenden. Dafür tauscht man die Liegewanne gegen einen Sitz um. Dieser ist nicht nur zurücklehnbar, sondern die Rückenlehne ist auch höhenverstellbar. Zudem lässt sich der Sitz auf dem Gestell wenden, so dass das Kind entweder die Eltern und die Welt ansehen kann. Bestellen kann man den Bugaboo Bee³ in den unterschiedlichsten Farbkombinationen. So kann man die Farbe des Gestells, des Sitzbezuges, der Liegewanne und des Sonnendachs frei auswählen und so tolle Farbakzente setzen. Zum Testen haben wir den Bugaboo Bee³ mit einem gelben Verdeck erhalten. Das ist zwar sehr farbenfroh, zieht aber auch viele Insekten an.

Wie ihr seht, hat man mit dem Bugaboo Bee³ tolle Möglichkeiten. Uns konnte er mit kleinen Einschränkungen begeistern. Wer einen Kinderwagen für die Stadt sucht, der könnte mit dem Bugaboo Bee³ glücklich werden. Wer ihn allerdings auf dem Land nutzen möchte, sollte sich lieber nach einem anderen Modell umsehen.

Wie findet ihr den Bugaboo Bee³? Würde er euch ansprechen?

Anika

Hier schreibt Anika. Ich bin 36 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Kindern. Zusammen dem Lavendelpapa, dem Lavendeljungen (8 Jahre) und dem Lavendelmädchen (5 Jahre) wohne ich im wunderschönen Lüneburg. Von hier aus unternehmen wir viele kleine und große Reisen in die nähere Umgebung und in die weite Welt. Ich bin Liebhaberin des Lebens, des Reisens, guten Essens und schöner Dinge. Reisen, backen, basteln und fotografieren sind meine Leidenschaft. Mit dem Bloggen habe ich 2010 begonnen, als ich an meiner Doktorarbeit schrieb und einen Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit suchte. Eigentlich bin ich Pädagogin und Literaturwissenschaftlerin, was sich auch in den Blogthemen widerspiegelt. Seit 2016 blogge ich hauptberuflich.

9 Gedanken zu „Der Bugaboo Bee³ im Test

  1. Mal was ganz anderes als die "Standardversionen" :o) Na ich hoffe doch, dass auch ich noch Kinder bekommen werde… Da wir aber auf dem Land wohnen wäre ein anderer Wagen doch von Vorteil!!! Dein Bericht ist sehr ausführlich und schön geworden!!!

  2. Hallo Anika,

    danke für deinen Test-Bericht. Ich bin derzeit am überlegen mir auch den Bee zuzulegen. Ich wohne in der Stadt und werde ihn demnach Vorzugsweise auf befestigten Wegen nutzen. Allerdings werde ich natürlich immer wieder spazieren gehen – bsp. im Park mit steinigen Wegen.
    Du schreibst: „Auf steinigem Boden wird das Schieben dann schon schwieriger. Wir haben den Bugaboo Bee³ auf einem steinigen Feldweg getestet, wobei die Räder zu wenig Widerstand hatten.“
    Magst du das noch etwas konkretisieren? Würdest du komplett abraten mit dem Kinderwagen auf steinigen Untergründen spazieren zu gehen?

    LG
    F.

    1. Der Bugaboo Bee ist, wie geschrieben, ein Kinderwagen für die Stadt. Da die Räder sehr schmal sind, bieten sie nur wenig Widerstand und rutschen auf steinigem Boden stark hin und her. Getestet haben wir den Kinderwagen auf wirklich steinigem Boden, d.h. Feldwegen mit großen Steinen. Ich denke, dass Schotter und Kies machbar sind. Ausgelegt ist der Kinderwagen allerdings keineswegs dafür.

      1. vielen Dank für deine Antwort!
        Du hast ein paar Fotos hochgeladen. Einmal mit feinem Kies (siehe Foto 1 und 4) und und einmal mit etwas gröberem Kies (siehe Foto 6). Meinst du mit den beiden Untergründen Feldweg auf dem es problematisch war? Oder hattest du dorte „keine“ Probleme? Tut mir leid das ich dich nochmal fragen muss 😉

        Über eine Antwort würde ich mich freuen.

        LG
        F.

        1. Frag ruhig gerne. Ich freue mich, wenn ich dir helfen kann. Mit feinem Kies wie auf Bild 1 und 4 hat der Kinderwagen keine Probleme. Bild 6 war mit dem Kinderwagen hingegen nicht wirklich machbar.

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