Der Dunkelheit und der Kälte entfliehen? Davon träumen viele Deutsche im Winter. Wir haben die Weihnachtsferien genutzt und sind für zwei Wochen nach Fuerteventura geflogen. Für uns war es die zweite Reise auf die kanarische Insel. Bereits vor zwei Jahren haben wir den Jahreswechsel auf Fuerteventura verbracht und es sehr genossen. Die Sonne, die Wärme und das Licht tun einfach unheimlich gut. Auch dieses Mal hatten wir eine tolle Zeit auf Fuerteventura und haben die Insel noch einmal ganz anders kennengelernt. Unsere Fuerteventura-Highlights sowie Tipps zu Ausflugszielen und Instaspots, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet, findet ihr hier.
Weihnachten auf Fuerteventura: Tipps für eine entspannte Zeit
Um das meiste aus den Weihnachtsferien herauszuholen, sind wir bereits vor Weihnachten nach Fuerteventura geflogen. Eine Entscheidung, die ich noch immer feiere. Schon lange träume ich davon, Weihnachten stressfrei und ohne Zwänge zu feiern. Doch bislang bin ich immer an meinen eigenen und den Ansprüchen der Lavendelkinder gescheitert.

Als wir am 22. Dezember auf Fuerteventura landeten, war die Insel noch vergleichsweise leer. Das änderte sich spätestens am 28. Dezember schlagartig. Kein Wunder, denn der Jahreswechsel zählt auf den Kanaren zur Hauptsaison.

Nichtsdestotrotz gibt es auf der Insel viele Orte, an denen man ganz für sich alleine sein kann. Wichtig dafür ist allerdings, dass man sich einen Mietwagen bucht. Nur so ist man flexibel und kann auch einige Fuerteventura-Geheimtipps erreichen, die abseits der Touristenströme liegen.

Wer Weihnachten auf Fuerteventura feiern möchte, sollte wissen, dass der 25. Dezember in Spanien ein Feiertag ist. Die meisten Geschäfte, Supermärkte und Restaurants haben an diesem Tag geschlossen. In den Touristen-Hochburgen gibt es natürlich immer einige Ausnahmen. Solltet ihr Fuerteventura als Selbstversorger entdecken, solltet ihr dies allerdings bei euren Einkäufen einplanen. Gleiches gilt für den 1. und 6. Januar.

Wohnen auf Fuerteventura
Da wir unseren Fuerteventura-Urlaub recht spät gebucht haben, mussten wir unsere Unterkunft auf Fuerteventura (Affiliate-Link) im Urlaub zweimal wechseln. Das führte dazu, dass wir sowohl im Norden als auch im Süden der Insel eine Ferienwohnung hatten. Was aus der Not heraus entstand, war für unsere Ausflüge auf Fuerteventura perfekt, denn die Fahrtzeiten auf Fuerteventura sind nicht zu unterschätzen. Von Corralejo im Norden bis zum Strand von Cofete ganz im Süden der Insel fahrt ihr mit dem Mietwagen über 2,5 Stunden.

Die erste Unterkunft auf Fuerteventura lag im Süden der Insel in Costa Calma (Affiliate-Link). Anschließend zogen wir in den Norden nach Corralejo (Affiliate-Link) um, bevor wir die letzten Tage in Parque Holandés im Westen der Insel verbrachten.

Während Costa Calma und Corralejo zusammen mit El Cotillo, Morro Jable und Caleta de Fuste zu den größten Touristenzentren auf Fuerteventura gehören, liegt in Parque Holandés eher der Hund begraben. Je nach Geschmack und Anspruch solltet ihr dies bei eurer Buchung beachten.

Fuerteventura: Instaspots, Geheimtipps, Highlights & Ausflugsziele
Wie schon erwähnt, war dieser Fuerteventura-Urlaub nicht unsere erste Reise auf die kanarische Insel. Bereits vor zwei Jahren habe ich über unsere Zeit auf Fuerteventura berichtet und euch erzählt, was die Insel so besonders macht. Um einen Eindruck von Fuerteventura zu bekommen, kann ich euch den Artikel sehr ans Herz legen, denn Fuerteventura ist wirklich anders als die anderen kanarischen Inseln wie z.B. Teneriffa oder Gran Canaria.

Solltet ihr noch überlegen, ob ihr einen Fuerteventura-Urlaub planen oder lieber auf eine andere kanarische Insel reisen wollt, schaut euch die Artikel auf jeden Fall an! Wer sich bereits für Fuerteventura entschieden hat, findet hier einen Artikel über die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura, die wir vor zwei Jahren entdeckt haben.


Viele davon haben wir auch in diesem Fuerteventura-Urlaub besucht. Allerdings haben wir noch zahlreiche andere Spots auf Fuerteventura entdeckt, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Unsere Fuerteventura-Tipps haben wir so notiert, dass ihr sie von Süd nach Nord „abarbeiten“ könnt.

Hinweis: Zudem haben wir in unserem alten Artikel, den wir vor zwei Jahren veröffentlicht haben, einige Ergänzungen, neue Fotos und auch Abweichungen eingefügt, da wir einige Orte beim zweiten Besuch mit ganz anderen Augen gesehen haben.

Fahrt durch den Naturpark Jandía zum Strand von Cofete
Ein Highlight auf Fuerteventura ist definitiv die Fahrt durch den Naturpark Jandía zum Strand von Cofete. Von Morro Jable aus führt der Weg über eine lange Schotterpiste durch eine beeindruckende, aber recht karge Landschaft bis zum Strand. Je nach Jahreszeit kann die Straßenbeschaffenheit sehr unterschiedlich sein. Stellenweise gibt es größere Schlaglöcher, so dass man auf jeden Fall Vorsicht walten lassen sollte. (Dazu im alten Artikel mehr.)


Auf dem Weg nach Cofete solltet ihr unbedingt am Mirador de Cofete halten und den Blick auf die völlig unverbaute, wilde Landschaft genießen. Je nach Wetter kann es dort unglaublich windig sein. Also passt gut auf euch auf und packt ggf. auch eine Jacke oder einen Pullover ein.

Nachdem wir beim letzten Mal, vorbei an der Villa Winter, runter zum Strand gefahren sind, wo ich auch der alte Friedhof von Cofete befindet, haben wir dieses Mal die erste Abzweigung nach dem Mirador runter zum Strand genommen.


Ein echter Geheimtipp, denn von hier könnt ihr fast alleine am breiten Strand entlang bis zum Roque del Moro, ein beeindruckender Fels im Meer, laufen. Unterwegs gibt es wunderschöne Sandstein-Formationen und Felsen zu bewundern.

Zudem lohnt es sich, auf dem Weg runter zum Strand für Fotos anzuhalten. Der Blick auf die Berge und in den Barranco sind magisch. Glücksmomente sind hier garantiert! Hinweis: Der Strand von Cofete eignet sich nicht zum Baden. Die Strömungen sind hier besonders stark.


Holzkapelle Protestante de Violante
Im Landesinneren, etwa 4,5 Kilometer nördlich von Giniginamar, befindet sich eine kleine Kapelle, die Ermita Protestante de Violante. Die weiße Holzkapelle steht inmitten einer felsigen Landschaft und ist über eine kurze Wanderung erreichbar.

Sie wurde von einem Privatmann für seine Frau errichtet und kann besichtigt werden. Sie ist ein wunderschönes Fotomotiv und auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Sonnenuntergang am Punta Guadalupe in La Pared
Bereits im letzten Artikel haben wir euch den Strand sowie den Mirador von La Pared ans Herz gelegt. Wer am Ortseingang von La Pared nicht geradeaus fährt, sondern rechts abbiegt, kommt zum Punta Guadalupe.

Dabei handelt es sich um eine Felsformation bzw. einen Felsbogen, der erklommen werden kann und einen wunderschönen Blick auf den Atlantik sowie den Sonnenuntergang ermöglicht. Auch tagsüber lohnt sich ein Abstecher.

Krokodilfelsen am Playa de las Hermosas
Nur zwei Buchten weiter findet ihr den schwarzen Strand Hermosas. Die Küste ist hier, genau wie in La Pared, schroff und wild. Nur wenige Menschen verirren sich hierher.

Wer von hier entlang der Küsten nach Nord geht, kommt nach etwa zehn Minuten zu einer markanten Felsformation, die an ein Krokodil erinnert. Perfekt, um ein paar Fotos zu machen, die Kalk-Sandstein-Formationen zu bewundern und die Seele baumeln zu lassen.
Playa de la Solapa
Ein Strand, den wir für uns auf Fuerteventura neu entdeckt haben, ist der Playa de la Solapa. Er liegt südlich von Ajuy und ist über eine von der FV-605 abgehende Schotterstraße gut zu erreichen. Es handelt sich um einen abgeschiedenen, von Felsen umgebenen Strand mit schwarzem Sand.

Bei Ebbe wird ein Teil der im Wasser liegenden Felsen freigelegt, so dass man ein Stück entlang der Steilküste laufen kann. Anders als am Strand von Ajuy, der nur wenige Kilometer entfernt liegt, ist man hier ganz für sich alleine.

Wanderung im Barranco de las Peñitas
Während wir uns bei unserer letzten Wanderung im Barranco nur auf den Arco de las Peñitas, den Instagram-Hotspot auf Fuerteventura schlechthin, gestürzt haben, wollten wir es dieses Mal entspannter angehen. Statt den Touristen-Strömen zu folgen, sind wir durch die Schlucht hoch zur Staumauer gewandert.


Dabei begegnet man nicht nur zahlreichen Atlashörchen, sondern kommt auch an einer niedlichen Kapelle, der Ermita de la Peña, vorbei. Wer mag, kann zur Kapelle hinunterklettern. Hier gibt man eine kleine Brücke, die ebenfalls den Abstieg nach unten ermöglicht.

Da die Landschaft rund um den Barranco recht steinig ist, solltet ihr unbedingt festes Schuhwerk, besser noch Wanderstiefel tragen. Je nach Geschmack kann man hier den ganzen Tag oder nur eine Stunde verbringen.


Fuerteventura: Naturpools, die ihr nicht verpassen solltet
Auf Fuerteventura gibt es, genau wie auf Teneriffa, zahlreiche Naturpools, in denen man bei Ebbe und leichtem Wind wunderbar baden kann. Sie liegen im Osten, Norden und Westen der Insel.

Vor allem die Naturpools Aguas Verdes im Osten der Insel sind recht schwer zu erreichen. Von Llanos de la Concepción führt eine lange, teilweise schlecht befahrbare Straße zum Playa del Valle. Von hier klettert man zum Baden über Felsen zu den Naturpools.

Ganz anders sieht es beim Naturpool in Caleta de Fuste aus. Er liegt unweit des Zentrums nur wenige Meter von einer Straße entfernt, wo man auch gut parken kann. Durch die Nähe zu Caleta de Fuste ist hier natürlich deutlich mehr los als im Osten der Insel.

Wer empfindliche Füße hat, sollte am besten Badeschuhe einpacken. Zudem können die Steine rutschig sein. Wichtig ist, bei dem Besuch das richtige Zeitfenster abzupassen und auf jeden Fall die Wetterbedingungen zu beachten, da es sonst sehr gefährlich werden kann.

Auch im Norden der Insel, am Playa de los Charcos, in der Nähe des Faro de Tostón findet man Naturpools. Mit Blick auf den Leuchtturm kann man hier in den Becken plantschen und schnorcheln.
Salzmuseum Salinas del Carmen
Auf Fuerteventura gibt es nur wenige Museen. Das Salzmuseum an der Westküste ist eines davon. Wer bereits in Caleta de Fuste ist, sollte die Gelegenheit nutzen und sich die das Salzmuseum ansehen. Das ist zwar nicht besonders groß, allerdings recht informativ.

Man erfährt etwas über die Geschichte und Gewinnung von Meersalz auf den kanarischen Inseln und hat die Möglichkeit, die alte Saline anzusehen. Infotafeln und Filmmaterial gibt es auf Spanisch, Englisch und teilweise auch auf Deutsch.

Dünen von Corralejo und der Playa Alzada
Selbstverständlich sind die Dünen von Corralejo ein absolutes Must-See auf Fuerteventura. Wir empfehlen euch, nicht nur Richtung Meer durch die Dünen zu laufen, sondern auch einen Abstecher ins Landesinnere zu machen. Die Dünen sind dort deutlich beeindruckender und auch nicht so überlaufen.

Parkt am besten am Playa Alzada und überquert dort die Straße. Unweit der Straße findet ihr unberührte Natur sowie viele wunderschöne Fotomotive.


Vor oder nach eurer Fotosession könnt ihr wunderbar am Strand Alzada relaxen. Der Wassereinstieg ist hier flach, das Wasser kristallklar und der Sand fein.

Ihr seht, auf Fuerteventura gibt es unheimlich viel zu entdecken. Neben wunderschönen Stränden erwarten euch beeindruckende Landschaften und viele magische Momente. Perfekt, um die Seele baumeln zu lassen und Glücksmomente zu sammeln!


