Gegen das Grau und für mehr Farbe in meinem Haar

Anzeige Ich bin grau. Ein Netz aus unzähligen grauen Haaren ziert meinen Kopf. Ausreißen bringt da leider schon lange nichts. Und auch wenn ich gerne anderes behaupte, hat weder mein Mann noch die Kinder etwas damit zu tun. Seitdem ich 18 bin, habe ich graue Haare. Über die Jahre wurden es immer mehr und mehr. Ich färbte und färbte jahrelang bis ich schwanger wurde. Zur Sicherheit setzte ich in der Schwangerschaft aus. Und da war es wieder. Das alte, triste Oma-Grau auf meinem Kopf. Nun ist der Kleine da. Juhu ich bin wieder eine junge Mama oder doch nicht? Augenringe und graue Haare sprechen da eine andere Sprache. Doch wie verträgt sich eigentlich diese chemische Keule da auf meinem Kopf mit meiner Muttermilch?

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Da muss es doch etwas ohne Chemie geben. Zur Geburt von unserem Kleinen bekam ich eine wunderbar duftende Bio-Bodylotion mit Granatapfel von Logona geschenkt. Bis dahin kannte ich diese Firma noch gar nicht. Als ich entdeckte, dass Logona auch Pflanzen-Haarfarben herstellt, freute ich mich total. Sie sind auf dem Gebiet wohl sogar Marktführer. Juhu eine Rettung ist in Sicht! Das muss ich ausprobieren. Am meisten sagte mir – nicht nur vom Namen her – die Farbe schoko-braun zu. Laut Hersteller enthält diese Indigopulver, Hennapulver, Shikakaifrucht-Pulver, Amalakifrucht- Pulver, Ekliptakraut und Neempulver. Größtenteils kommen diese Pulver sogar aus kontrolliert biologischem Anbau. Das klingt schon mal nicht schlecht.

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Mein Mann erklärte sich bereit, über seinen Schatten zu springen und das erste Mal in seinem Leben jemandem die Haare zu färben. Laut Anleitung wird bei stark ergrautem Haar zwar empfohlen zuerst die Farbe maronenbraun und dann einen Tag später braun-natur oder braun-umbra zu verwenden, aber na ja. Hätte ich das mal vorher gewusst. Außerdem ergab sich ein anderes kleines Problem: In der Übersicht zu den Einwirkzeiten waren sämtliche Farben verzeichnet nur schoko-braun nicht. Das liegt sicher daran, dass diese Farbe neu ist. Mich hat es trotzdem irritiert. Zum Anrühren benutzten wir nicht reines kochendes Wasser sondern schwarzen Tee. Sollte ja ordentlich färben und halten. Gemischt mit dem Pulver entstand ein nicht gerade ansehnlicher Brei.

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Mein Mann beschwerte sich über den nicht sonderlich angenehmen Geruch. Dagegen seien die Windeln unserer Jungs noch harmlos. Er hat die wohl lange nicht mehr gewechselt… Ich kannte den Geruch allerdings schon von Haarfärbeversuchen als Teenager mit Henna. Mit einem aus der Küche zweckentfremdeten Silikonpinsel machte er sich an das etwas mühselige Werk, die Pampe auf meinem Kopf zu verteilen – immer unterbrochen von dem-Kleinen-den-Schnuller-wiedergeben. Doch irgendwann hatten wir es alle geschafft und der Brei war auf meinem Kopf. Nun noch schön mit der beiliegenden Haube abdecken und ein Handtuch drumwickeln, damit das Ganze schön warm bleibt. Ich wählte als Einwirkzeit zwei Stunden. Die Grauen sollen schließlich alle verschwinden und schön versteckt werden. Ich musste mich also so lange gedulden. Wo doch Geduld meine absolute Stärke ist. Grrr! Beim Auswaschen veranstaltete ich dann in unserer Dusche ein mittleres Chaos. So Naturhaarfarbe bröselt aber auch überall rum. Mein Mann war zum Glück so lieb, sich unseres Badezimmers am nächsten Tag zu erbarmen. Aber was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt!!!

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Ich sehe wieder jünger und frischer und besser und überhaupt aus. Meine Haare strahlen in einem schokoladigen braun und fühlen sich auch noch gepflegt an. Und unser Kleiner bekommt ganz ohne schlechtes Gewissen weiterhin seine leckere Mamamilch. Da hat sich doch der Mehraufwand gelohnt.

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Meine Haarspülung ist jetzt übrigens auch Bio. Die Sante Brilliant Care Spülung mit Bio-Birkenblatt-Extrakt lässt meine Haare richtig schön seidig werden. Ihr seht also: Ich hab Bio für die Haare für mich entdeckt und bin begeistert.

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Wie steht ihr zu Haare färben in der Schwangerschaft und Stillzeit? Habt ihr schon einmal Pflanzen-Haarfarbe ausprobiert?

Astrid

Dieser Artikel wurde verfasst von Astrid: Ich bin 33 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen (3 Jahre und 1 Jahr) in Köln. Unser großer Sohn ist ein richtiger Wirbelwind. Der Kleine hat sich bisher gut eingefügt und ist ein kleiner Sonnenschein. Uns sind unsere Freunde und gemeinsame Unternehmungen als Familie sehr wichtig. Wir verreisen auch mit Kind sehr gerne und besuchen Freunde und Familie. Seit einem Jahr schreibe ich nun auch für den Lavendelblog und teste gemeinsam mit meiner Familie die verschiedensten Produkte. Dabei ist es mir wichtig auch einmal Verbesserungsvorschläge liefern zu können und immer ehrlich zu bleiben.

15 Gedanken zu „Gegen das Grau und für mehr Farbe in meinem Haar“

  1. Hallo, ich verwende seit vielen Jahren nur mehr Naturhaarfarben, aus dem einfachen Grund, dass ich alle anderen nicht mehr vertrage. Ich bekomme extremen Ausschlag auf der Kopfhaut, das letzte Mal ist mir das Gesicht total angeschwollen und ich musste Kortison einnehmen.
    Die Haarfarben von Logona sind recht gut und wenn ich selber färbe dann verwende ich eigentlich immer diese. Ich wähle meistens einen Rotton. Außerdem habe ich in der Nähe einen Naturfriseur gefunden der die Produkte der Firma Oliebe verwendet. Diese sind sicher noch besser als Logona leider aber im Handel für Privatpersonen nicht erhältlich. Als Tip für alle die Naturhaarfarben testen möchten: unbedingt einige Haarwäschen vor dem Färben auf Silikon haltige Shampoos und auf Balsam verzichten, dann nimmt die Farbe viel besser an. Die Haare mit Essigwasser schwänzen ersetzt den Balsam und ist gesund für die Haare und die Kopfhaut. Außerdem kann man in die „Farbpasta“ einen Naturjoghurt unterrühren dann wird sie cremiger und geht leichter zu verteilen. So, das war´s! Viel Spass beim färben mit Natur.
    Liebe Grüße von Lisa

    1. Hallo Lisa,

      vielen Dank für die Tipps. Das werde ich beim nächsten Mal mal ausprobieren. Ich finde es beim zu Hause färben angenehm, dass man nicht zwei Stunden bei einem Frisör rumsitzen muss, sondern zu Hause auf der Couch gemütlich einen Film schauen kann oder was lesen.
      LG
      Astrid

  2. oh wow, vielleicht sollte ich auch mal so Naturzeugs probieren, ich bin zwar schon Oma, aber wie sagt meine Enkeltochter immer so schön „Nein Oma, du bist keine alte Oma, du bist eine neue Oma“ 🙂 Ich glaube, wenn ich nicht färben würde wäre sie nicht ganz so charmant LOL
    LG und weiterhin schöne Osterfeiertage

  3. Huhu =)
    Hihi, bei der Farbe in der Schale hätte ich erstmal Angst, aber ist doch super, dass es so schön geklappt hat!
    LG Anna (maxiundanna.blogspot.de)

  4. Wie schön, du bist auch bei den Pflanzenhaarfarben gelandet 🙂
    Vor einer Woche habe ich zum ersten Mal mit Radico gefärbt und darüber berichtet. Zum einen weil ich meine grauen Haare nicht mehr sehen konnte und zum anderen, weil ich keine Chemiekeule mehr auf meinem Kopf haben wollte. Mein Experiment ist geglückt und zukünftig werde ich weiter mit PHF färben. Der Geruch ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig 😉
    Die Haarspülung von Sante ist fantastisch!
    Liebe Grüße
    Nicole

  5. Hallo meine Liebe,
    ein wirklich sehr guter Beitrag. Habe an einigen Stellen ein wenig grinsen müssen.
    Ich halte vom Haarefärben in der Schwangerschaft und Stillzeit nichts. Aber ich färbe mir auch so nicht die Haare. Deswegen habe ich mich nie damit auseinander gesetzt.
    Die Haarfarbe, die du nun verwendet hast, klingt sehr interessant. Vielleicht sollte ich es mal meiner Freundin vorschlagen.

    Das große Familienkochbuch, kann ich übrigens empfehlen. Es gibt jedoch eine neue Auflage davon, schau mal bei Amazon nach. Es sind tolle Rezepte enthalten, auch für besondere Anlässe, wie z.B. Geburtstage oder Kindergartenfeste etc.
    Das Babykochbuch mag ich auch sehr gerne, weil man von beginn der Stillzeit bis zum Kleinkindalter begleitet wird.

    Ganz liebe Grüße Vanessa

  6. Ganz ganz feste den Daumen hoch 🙂 Glückwunsch zu der Entscheidung mit Pflanzenfarben zu färben 🙂

    Seit letztem Jahr tu ich das auch! Vorher seit dem 18. Lebensjahr (ich bin jetzt Mitte 40 😉 ) immer nur mit Chemie gefärbt. Allerdings habe ich nie Kinder bekommen, wer weiß, ob ich da nicht schon früher umgesattelt wäre!

    Jedenfalls ist meine große Farbenliebe seit letztem Sommer von Radico die Farben. Ich färbe rot. Auch seit meinem 18. Lebensjahr. Und wollte jetzt eigentlich nicht drauf verzichten. Und es funktioniert! Die Farbe ist wunderschön. Meine Haare sind viel viel gesünder (Friseurin bestätigt!) Und meine Gesundheit dankt es mir wahrscheinlich auch! Ich habe auf Pflanzenfarben auch aus gesundheitlichen Gründen gewechselt, mich hat etwas ereilt, wo ich mir eigentlich nur noch gutes tun möchte…

    Also bleib man dabei, mit Pflanzenfarben zu färben. Mir sind keine Nachteile bekannt 🙂

    Lieben Gruß
    Bine

    1. Hallo Lu,
      ich habe immer das Gefühl, dass meine Haut dafür zu blass ist. Im Sommer werde ich das bestimmt mal probieren.
      LG
      Astrid

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