Die allabendliche Verteidigung der Zahnburg

Anzeige Wenn es Abend wird, gehen mein Mann und unser Großer gemeinsam auf die Jagd. Sie legen sich im Badezimmer auf die Lauer. Der gemeinsame Feind sind die fiesen Toccen. Die wohnen nämlich im Mund und wollen die Zahnburg zerstören. Mir waren sie früher eher unter Karius und Bactus bekannt. 😉 Aber unser Sohn hilft heldenhaft mit meinem Mann zusammen König Dentus in der Verteidigung der Zahnburg gegen den bösen General Faulhaber. Und das Abend für Abend. Früh übernehme ich dann das Kommando und jage die gemeinen Toccen, bevor sie Löcher in die schönen Zähne machen können. Die Verteidigung der Zahnburg ist ein fester Bestandteil des Tagesablaufs unseres großen Sohnes geworden.

Das geht nun schon seit fast einem Jahr so. Unser Sohn bekam damals das Buch „König Dentus rettet die Zahnburg“ geschenkt. Als ich ihm das Buch zum ersten Mal vorlas, war ich eigentlich leicht genervt vom penetrant erhobenen Zeigefinger. Doch er liebt dieses Buch. Da hat man als Mutter keine Chance. Abend für Abend mussten wir es ihm vorlesen. Und siehe da: Plötzlich wurde aus dem Kampf Papa gegen Sohn beim Zähne putzen der gemeinsame Kampf für gesunde und saubere Zähne. Was hatten wir nicht alles ausprobiert. Die verschiedensten Lieder, Ablenkung durch Spielsachen und und und. Nichts half! Bis König Dentus uns rettete!

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Jetzt gibt es jeden Abend den gleichen Ablauf. Nach dem Abendbrot wird der Schlafanzug angezogen. Im Bad wählt unser Großer dann zwischen Biene Maja und dem Krokodil als Waffe gegen die Toccen. Zahnpasta mit Fluorid drauf und los geht’s. Zuerst versucht er alleine einige Toccen zu erwischen. Und dann mit Papa immer schön erst die Kauflächen, dann außen und zum Schluss innen. Nach dem Gesicht waschen, betrachtet er sich noch im Spiegel und stellt fest: „Sauber ich bin!“. Nun noch Sandmännchen schauen und dann ab ins Bett. Dort wird noch vorgelesen und gekuschelt bis der kleine Große einschläft. Ich habe den Eindruck, dass ihm so ein fester Ablauf gut tut. Wir diskutieren nicht ob er Sandmännchen nun schauen darf oder nicht und er diskutiert nicht ob wir Zähne putzen.

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Ich hoffe, dass es bei unserem Kleinen später genauso gut klappt. Aber da kann der große Bruder ja ein gutes Vorbild sein. Wie sagte eine Freundin doch letztens so schön. Eigentlich muss man nur das erste Kind gut hinbekommen, beim zweiten wird das ganz von alleine. Seitdem wir als Familie einmal eine tägliche Routine gefunden haben, ist vieles für uns alle leichter geworden. Am Anfang ist es ganz schön schwer konsequent zu bleiben. Ich kann dem bei Papa abgeschauten Augenaufschlag so schwer widerstehen. Aber es zahlt sich aus. Zu viert mussten auch einige Routinen wieder neu geordnet werden. Wenn das Baby nach unserem Abendessen Hunger hat, kann ich nicht zeitgleich dem Großen den Schlafanzug anziehen. Und natürlich müssen Routinen auch ans Alter angepasst werden. Das Sandmännchen ist beispielsweise erst seit kurzem fester Tagesbestandteil. Und wenn unser Kleiner den ersten Zahn bekommt, wird sicherlich wieder einiges anders werden. Ich hoffe, dass er in die Jagdgemeinschaft aufgenommen und mal ein genauso erfolgreicher Verteidiger der Zahnburg wird.

Wie sieht bei euch der allabendliche oder allmorgendliche Ablauf aus? Habt ihr auch Routinen, die es leichter machen?

 

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade #DailyRoutine von Frau Mutter mit der Elmex Initiative. Auf der Seite von Elmex könnt ihr euch übrigens auch Tipps zum Zähneputzen bei Kindern holen. Außerdem gibt es kleine Spiele, einen Gutschein für eine Intensivfluoridierung beim Zahnarzt und vieles mehr. Viele andere tolle Artikel zum täglichen Zähneputzen findet ihr bei Frau Mutter.

Astrid

Dieser Artikel wurde verfasst von Astrid: Ich bin 33 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen (3 Jahre und 1 Jahr) in Köln. Unser großer Sohn ist ein richtiger Wirbelwind. Der Kleine hat sich bisher gut eingefügt und ist ein kleiner Sonnenschein. Uns sind unsere Freunde und gemeinsame Unternehmungen als Familie sehr wichtig. Wir verreisen auch mit Kind sehr gerne und besuchen Freunde und Familie. Seit einem Jahr schreibe ich nun auch für den Lavendelblog und teste gemeinsam mit meiner Familie die verschiedensten Produkte. Dabei ist es mir wichtig auch einmal Verbesserungsvorschläge liefern zu können und immer ehrlich zu bleiben.

14 Gedanken zu „Die allabendliche Verteidigung der Zahnburg“

    1. Auch eine gute Taktik. 😉 Bei uns ist es immer: „Mamaaaaa, mir was einfalle!“ und wenn man dann fragt was ihm eingefallen ist. „Ääääähm! Hab eine Iiiiideeee“. 😉 Da hört man sich oft selbst raus.

    1. Hihi. Ja das fand ich selbst auch am Schönsten. Ich frage mich warum die Zahnbürsten für uns „Große“ immer so nüchtern sein müssen. Auch wir können ja Spaß beim Zähne putzen haben

  1. Hey,

    das ist ja cool. Was so ein Buch doch alles bei Kindern bewirken kann. Echt schön, dass es nun ein gemeinsamer und kein Kampf gegeneinander ist. 🙂
    Die Zahnbürsten sind ja auch klasse. *g*

    Liebe Grüße,
    Ruby

  2. Jack hatte das Krokodil auch.Macht man die Bürste aber incht richtig trocken, ist bald Schimmel drin. Fand ich doof. Jack putzt gerne zähne, weil der Zahnarzt meinte er habe coole Zähne und sobald ich sage, die musst du putzen, da sie dann sonst incht mehr cool sind. Was meinst du wie er dann flitzt und sogar seinen großen Bruder mit sich zerrt, damit er auch putzt.

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