Endlich habe auch ich einen Kaffeevollautomaten

Anzeige Lange habe ich von einem Kaffeevollautomaten geträumt. Nun ist der Traum dank Lisa Freundeskreis wahr geworden. Bei Lisa Freundeskreis wurden nämlich vor einiger Zeit insgesamt 30 Tester für den Piccola von Severin gesucht. Ich hatte tatsächlich Glück und wurde tatsächlich ausgewählt.

Vor einigen Wochen kam nun der Vollautomat bereits bei mir an. Seitdem habe ich ihn ausführlich, wenn auch mit Unterbrechung, getestet. Zubereitet werden können nicht nur normaler Kaffee und Espresso, sondern auf einen Knopfdruck auch Cappuccino und Latte Macchiato. Zuletzt habe ich meinen Cappuccino immer mit meiner Espressomaschine von Russell Hobbs zubereitet. Dafür habe ich meist gemahlenen Espresso verwendet, da es mir bei den ganzen Bohnen nie gelungen ist, den richtigen Mahlgrad in meiner separaten elektrischen Kaffeemühle zu finden. Mal war der Kaffee zu fein, mal zu grob und schlussendlich verstopfte mir dabei sogar der Siebträger. Auch den Milchschaum bereitete ich lieber separat zu, da ich mich der Milchdüse der Russell Hobbs Espressomaschine nicht richtig warm wurde.

Auch wenn ich mit der Russell Hobbs Espressomaschine trotz der genannten Probleme keineswegs unzufrieden war, ist ein Kaffeevollautomat schon etwas ganz anderes. Bei der Piccola handelt es sich, wie der Name schon sagt, um einen recht kleinen Kaffeevollautomaten, für den man auch in kleinen Küchen oder Büros einen Platz findet. Unseren Vollautomaten haben wir in der Küche auf der Arbeitsfläche aufgestellt.

Nach einem Blick in die Kurzanleitung haben wir den Kaffeevollautomaten natürlich sofort ausprobiert. Doch statt Begeisterung stellte sich eher Ernüchterung ein. Die Piccola von Severin war zwar einfach und selbsterklärend zu bedienen (- es müssen lediglich die Kaffeebohnen und Wasser in die jeweiligen Tanks gefüllt, die Milchtüte bereit gestellt und ein paar Knöpfchen gedrückt werden), doch das Ergebnis haute mich nicht vom Hocker. Der Espresso war mir zu dünn, der Milchschaum nicht cremig genug. Auch mit dem zweiten Versuch war ich nicht zufrieden, so dass auch dieser im Ausguss landete. Der dritte Versuch, ein Cappuccino, war dann endlich genießbar. Allerdings schmeckte mir der Espresso, im Vergleich zu meiner alten Espressomaschine, zu süß.

In der Hoffnung mit anderen Einstellungen bessere Ergebnisse zu erzielen, nahmen wir beim vierten Versuch einige Änderungen an der Voreinstellung der Piccola von Severin vor. So änderten wir nicht nur die Kaffeemenge von normal auf stark, sondern reduzierten auch die Wassermenge, um einen stärkeren Kaffee zu erhalten. Außerdem probierten wir auch die anderen Einstellungsmöglichkeiten aus. So hat man beispielsweise auch die Möglichkeit, Änderungen am Mahlgrad vorzunehmen oder die Milchschaummenge zu bestimmen. Wer den Kaffeevollautomaten nicht mit Bohnen betreiben möchte, kann auch in ein separates Fach gemahlenen Espresso einfüllen.

Leider streikte die Piccola bereits nach dem sechsten oder siebten Zubereitungsversuch. Sie wollte einfach keinen Kaffee mehr ausspucken. Stattdessen zeigte das Display beharrlich eine Fehlermeldung an: Bitte Brüheinheit reinigen. Trotz intensivem Ausspülen ließ sich der Fehler nicht beheben. Auch der Anruf bei der Servicehotline von Severin brachte nur wenig. Schnell wurde klar, dass wir unsere Maschine, die wir gerade mal wenige Tage in Betrieb hatten, einschicken müssen. Nach etwa einer Woche erhielten wir von Severin einen Leerkarton zugeschickt, in dem wir der Vollautomaten verpacken und anschließend zur Post bringen sollten.

Nach ungeduldigem Warten bekamen wir die Piccola nach knapp zwei Wochen in einem reparierten Zustand wieder. Endlich konnte der Test weitergehen. Da bei uns in der Vorweihnachtszeit einige Feiern anstanden, lief sie an einigen Tagen auf Höchsttouren. Dabei fiel auf, dass sie, wenn sie nicht nur ein Getränk zubereiten sollte, deutlich bessere Leistungen brachte. Gerade bei Cappuccino, Latte Macchiato und Co war das besonders gut zu beobachten. Ab etwa dem zweiten Getränk wurde der Milchschaum schön gleichmäßig und das Mischungsverhältnis von Espresso und Milch waren richtig, so dass auch der Geschmack stimmte. Dies bestätigten uns auch unsere Gäste.

Nach einigem Ausprobieren haben wir uns ein paar Tricks angeeignet, mit denen wir ein recht gutes Ergebnis mit der Piccola von Severin erzielen. Statt kaltem Wasser füllen wir lauwarmes Wasser in den Wassertank, so ist das Milchschaumergebnis besser, da das Wasser nicht so stark aufgeheizt werden muss. Außerdem handhabe ich es so, dass ich zunächst den Milchschaum produziere und danach den Espresso in den Milchschaum laufen lasse. Für mich ist das Ergebnis optisch und geschmacklich dann besser, als wenn ich mir mit einem Tastendruck einen Cappuccino mache.

Wie ihr seht, konnte mich die Piccola von Severin nicht vollständig überzeugen. Die Maschine bietet zwar diverse Einstellungsmöglichkeiten, nimmt in der Küche nur wenig Platz weg, ist optisch gelungen und ist im Vergleich zu anderen Vollautomaten mit 400€ recht günstig in der Anschaffung, allerdings liefert sie keine konstante Qualität, was mich stört. Schließlich möchte ich mich, nicht nur wenn wir Gäste haben, auf einen guten Kaffee verlassen können. Trotz der genannten Probleme verwenden wir die Piccola von Severin inzwischen ausschließlich, da die Bedienung im Vergleich zu unserer bisherigen Kaffeemaschine sehr einfach ist. Außerdem entfällt das Reinigen, da dies der Kaffeevollautomat selbstständig auf Knopfdruck übernimmt.

Wer also nur ein begrenztes Budget für einen Kaffeevollautomaten zur Verfügung hat, kann durchaus über die Anschaffung einer Piccola nachdenken. Die gleiche Leistung wie teurere Vollautomaten bringt sie, meiner Meinung nach, aber nicht.

Anika

Hier schreibt Anika. Ich bin 37 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Kindern. Zusammen mit dem Lavendelpapa, dem Lavendeljungen (9 Jahre) und dem Lavendelmädchen (6 Jahre) wohne ich im wunderschönen Lüneburg. Von hier aus unternehmen wir viele kleine und große Reisen in die nähere Umgebung und in die weite Welt. Ich bin Liebhaberin des Lebens, des Reisens, guten Essens und schöner Dinge. Reisen, backen, basteln und fotografieren sind meine Leidenschaft. Mit dem Bloggen habe ich 2010 begonnen, als ich an meiner Doktorarbeit schrieb und einen Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit suchte. Eigentlich bin ich Pädagogin und Literaturwissenschaftlerin, was sich auch in den Blogthemen widerspiegelt. Seit 2016 blogge ich hauptberuflich.

20 Gedanken zu „Endlich habe auch ich einen Kaffeevollautomaten“

  1. ohhh, für so viele Kompromisse sind aber 400 Euro doch sehr viel Geld…Wir haben eine Padmaschine mit Milchfunktion und sind sehr zufrieden. Die kostet aber nur eine Bruchteil…Ich hoffe Eure Severin bleibt Euch wenigstens lange erhalten. LG Susanne

    1. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich, auch wenn der Preis natürlich für einen Vollautomaten verlockend klingt, eher ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Ich glaube, das zahlt sich in diesem Fall aus.

  2. Hübsche kleine Maschine, die mir optisch sehr gefallen könnte 😉 Und dass man gleich einen Schlauch in den Milchbehälter legen kann, ist bestimmt besser als wie bei meinem Vollautomaten der Milchbehälter. Den kann man nie genau dosieren, aber den Rest kann man nicht ewig aufbewahren. LG

  3. Oh das ist ja schade, dass die nicht richtig funktioniert.. da sind 400 Euro doch sehr viel..<br />Da ich noch studiere und gar nicht den Platz für einen Vollautomaten hätte, bleibe ich doch noch bei meiner Nespresso-Maschine.. aber mein Freund spielt schon mit dem Gedanken, für unsere zukünftige Wohnung einen Vollautomaten zu kaufen :D<br /><br />Ich würde mich übrigens sehr freuen, dich als

  4. Für 400 Euro sollte sie bessere und vor allen dingen konstantere Leistung liefern. Vom optischen und der Größe ist sie wohl gut für kleine Küchen oder Büros geeignet doch nach deinen Erfahrungen würde sie keine Option für mich sein. Danke für deinen Test.

  5. Hallo
    Ich besitze seit 5 Jahren einen Kaffeevollautomat und bereue es bis heute nicht. Der frisch gemahlener Kaffee schmeckt mir einfach besser wie Kapseln oder Pads .
    MfG
    Timo

    1. Ich würde die Severin nachträglich nicht empfehlen. Ich hatte leider nicht lange Freude daran. Irgendwann ließ sich der Vollautomat nicht mehr reparieren und zeigte ständig Fehlermeldungen an.

  6. Ich habe diese Maschine vor genau 18 Monaten gekauft und bin sehr zufriden. Espresso schmeckt sehr gut . Der Kaffe Geschmack ist sehr angenehm durch die frisch gemahlenen Bohnen. Was mir sehr gefällt, ist der relativ kleine Kaffeebohnenbehälter, dadurch kann man schneller verschiedene Kaffeesorten genießen.

  7. Hi

    Ich besitze seit 1 Jahr einen Kaffeevollautomat ( Delonghi Ecam 22.110B ) und bin sehr zufrieden. Aktuell bekommt man den Vollautomaten für unter 300 Euro und ist für Einsteiger auch gut geeignet.
    Lg
    Miguel

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