In den Sommerferien haben wir nicht nur in Italien Urlaub gemacht, sondern waren auch für ein paar Tage im Harz. Wie bereits im vergangenen Jahr hatten wir kinderfrei und haben die Zeit zu zweit zum Wandern genutzt. Da wir auch dieses Mal wieder viele schöne Orte und Wanderwege im Harz kennengelernt haben, wollen wir euch hier einige Wanderrouten und Ausflugsziele im Harz vorstellen. Zudem haben wir einen Hoteltipp für euch.
Kurzurlaub im Harz: Hoteltipp & Harzer Wandernadel
Nachdem wir im letzten Jahr ein Zimmer im Torfhaus Harzresort (Affiliate-Link) gebucht hatten, haben wir uns dieses Mal für das Hearts Hotel in Braunlage (Affiliate-Link) entschieden. Das stilvoll eingerichtete Hotel liegt naturnah am Rand des Ortes und zeichnet sich durch seine modernen, stylischen Zimmer, das gemütliche Ambiente und das leckere Frühstück aus.

Das Hearts Hotel ist perfekt, um die Seele baumeln zu lassen, zur Ruhe zu kommen und im Harz auf Stempeljagd zu gehen. Denn neben der Zeit zu zweit war genau das unsere Mission für den Harz-Urlaub: Neue Stempel für die Harzer Wandernadel (Affiliate-Link) sammeln und dem nächsten Abzeichen ein Stück näher kommen.

Für diejenigen, die von dem Hype bislang noch nichts mitbekommen haben, folgt jetzt ein kleiner Exkurs: Bereits seit über 20 Jahren gibt es auf den Wanderwegen im Harz Stempelstellen, deren Stempel man in einem Wanderpass sammeln und so verschiedene Auszeichnungen bzw. Abzeichen erreichen kann. Wer alle 222 Stempel in seinem Wanderpass hat, darf sich Wanderkaiser nennen. So weit sind wir zwar noch lange nicht, aber der Harzer Wanderkönig ist nach diesem Harz-Urlaub in Sichtweite.

Die schönsten Wanderwege im Harz
Doch wo waren wir dieses Mal im Harz wandern? Neben einfachen Wanderwegen haben wir uns dieses Mal auch etwas schwierigere Wanderstrecken herausgesucht. Wichtig waren uns dabei nicht nur die Stempel, sondern auch, dass die Wanderwege abwechslungsreich sind und schöne Aussichten bereit halten.

Spaziergang um den Oderteich
Eine ganz entspannte und sehr schöne Wanderung könnt ihr am Oderteich machen. Der Oderteich befindet sich zwischen Torfhaus und Braunlage. Der 4 km lange Rundweg führt einmal um Teich und an der Stempelstelle HWN 217 vorbei. Diese liegt am Süd-Ende des Oderteichs an einem kleinen Bach, der sich gut für eine Pause eignet.

Parkt am besten am Wanderparkplatz Oderteich und lauft von hier den liebevoll gestalteten Wanderweg, der einen immer wieder über Holzstege und kleine Brücken führt. Da der Wanderweg aufgrund von Wurzeln stellenweise sehr uneben ist, ist er für Menschen mit Gehbehinderung und Familien mit Kinderwagen eher ungeeignet. Je nach Lauftempo solltet ihr etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen.

Tipp: In den Abendstunden ist die Stimmung am Oderteich besonders schön. Sucht euch einen Platz am Ostufer und genießt den Blick auf den See. Tatsächlich kommen dabei echte Schweden-Vibes auf.

Wanderung zur Achtermannshöhe
Nur wenige hundert Meter vom Oderteich entfernt liegt die Achtermannshöhe mit der Stempelstelle HWN 12. Als Startpunkt der Wanderung eignet sich Oderbrück. Parkt euer Auto am besten auf dem Parkplatz bei der Kaffeeklappe. Von hier lauft ihr über einen naturbelassenen Weg über große und kleine Steine bis zum Achtermann, der mit 926 m Höhe übrigens der dritthöchste Berg in Niedersachsen ist.

Angekommen, habt ihr einen tollen Blick über den Harz, der bei Sonnenuntergang und natürlich auch Sonnenaufgang besonders schön sein muss. Wer den Weg zurück zur Kaffeeklappe wählt, sollte für die Wanderung 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Zurück beim Auto könnt ihr euch nach der Wanderung an der Kaffeeklappe mit einem kühlen Getränk, einem Eis oder auch einem Kaffee oder Flammkuchen belohnen.

Der Wanderweg ist nicht besonders steil, erfordert aufgrund der Steine aber eine gewisse Trittsicherheit.
Wanderung im Okertal
Eine für uns recht anspruchsvolle, aber auch sehr schöne Wanderung könnt ihr im Okertal machen und euch dabei die Stempel HWN 117 und HWN 118 erlaufen. Start der Wanderung ist der Parkplatz am Romkerhaller Wasserfall.

Von hier lauft ihr über einen recht steilen Weg zuerst zur Feigenbaumklippe und dann weiter zur naheliegenden Mausefalle. Die großen Granit-Felsformationen mit ihren Wollsackverwitterungen, die sich inmitten der Landschaft erheben, sind ganz typisch für den Harz. Die Felsen wurden durch die Verwitterung so abgerundet, dass sie wie Wollsäcke aussehen.

Anschließend geht es weiter zur Hexenküche, zum Kästehaus und dann zum Treppenstein. Dabei bieten sich immer wieder tolle Blicke über das Okertal. Beim Treppenstein findet ihr uralte, in den Fels gehauene Stufen, auf denen ihr den Treppenstein erklimmen könnt. Insgesamt seid ihr auf dieser Wanderung drei bis vier Stunden unterwegs, überwindet 300 Höhenmeter und lauft acht bis zehn Kilometer.

Wer anschließend noch Energie hat, macht einen Abstecher zur Verlobungsinsel und holt sich dort den Stempel HWN 116.
Zwischen Thale und Treseburg: Wanderung durch das Bodetal
Ein Must-See im Harz ist definitiv das Bodetal mit seinen steilen Felswänden. Für unsere Wanderung durch das Bodetal wählen wir den Bodetal Parkplatz in Thale aus Ausgangspunkt. Von dort laufen wir über den Goetheweg zur Seilbahnstation und fahren nach oben zur sagenumwobenen Rosstrappe. Hier sammeln wir nicht nur den Stempel HWN 71, sondern genießen auch den spektakulären Blick über das Tal.

Über die Schurre geht es über einen Serpentinenweg runter ins Bodetal. Da es sich um einen alpinen Steig handelt, solltet ihr auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen und eine gute Trittsicherheit haben. Einige Passagen sind wirklich steil und rutschig.

Im Tal angekommen, führt der Weg über die Jungfernbrücke auf die andere Seite der Bode. Wer mag, kann vor der Überquerung im Gasthaus einkehren und sich den Stempel HWN 178 sichern. Anschließend geht es über die La Viershöhe (HWN 72) hoch zum Hexentanzplatz, von wo ihr ebenfalls einen beeindruckenden Blick über den Grand Canyon des Harzes habt.

Zudem findet ihr oben auf dem Hexentanzplatz zahlreiche Angebote für Familien wie z.B. ein Hexendorf, einen großen Spielplatz, eine Sommerrodelbahn, einen Tierpark und vieles mehr. Da wir dieses Mal keine Kinder im Gepäck hatten, geht es für uns mit der Seilbahn zurück nach Thale und von dort zurück zum Parkplatz.
Ein Besuch im Kloster Walkenried
Solltet ihr in eurem Harz-Urlaub Lust auf Kultur haben, können wir euch ein Besuch des Klosters Walkenried sehr ans Herz legen. Das ehemalige Zisterzienser-Kloster wurde im 12. Jahrhundert erbaut und zählte zu reichsten und bedeutendsten Zisterzienserklöstern in Deutschland.

Neben der Besichtigung des alten Kreuzgangs ist auch das dazugehörige Museum ein Highlight. Die Ausstellung ist wirklich sehr umfangreich, so dass man problemlos einige Stunden im Museum verbringen kann.

Fachwerkstadt Goslar entdecken
Eine Kombination aus Shopping, Geschichte und Kultur findet ihr Goslar. Genau wie das Kloster Walkenried gehört die Altstadt von Goslar mit der Kaiserpfalz zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die mittelalterliche Fachwerkstadt Goslar, die einst Machtzentrum der deutschen Kaiser war, eignet sich sehr gut für einen Nachmittagsbummel.

Besonders sehenswert sind dabei neben der wirklich herrschaftlichen Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert, der Marktplatz mit seinem Rathaus sowie die angrenzenden Altstadtgassen. Hier findet ihr zahlreiche Cafés, Restaurants und auch Geschäfte. Viele der Häuser stehen unter Denkmalschutz und sind wunderschön anzusehen.

Zudem solltet ihr unbedingt bei der Marktkirche Goslar St. Cosmas und Damian sowie der Neuwerkkirche und der angrenzenden Stadtmauer vorbeischauen und euch Teile der alten Wehranlage ansehen.

Ihr seht, im Harz gibt es unheimlich viel zu entdecken und erleben. Wir hoffen, wir konnten euch inspirieren und wünschen euch viel Spaß!


