Ich hatte das große Glück, dass ich die Lavendelkinder beide lange stillen konnte. Während sich der Lavendeljunge nach etwa zwölf Monaten selbst abgestillt hat, dauerte die Stillbeziehung zwischen dem Lavendelmädchen und mir insgesamt 19 Monate. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, ist mir bewusst. Doch man kann einiges dafür tun, dass die Stillbeziehung für Mutter und Kind erfüllend ist. Was? Meine Still-Erfahrungen und Stilltipps möchte ich gerne hier mit euch teilen.
Stilltipps: So klappt es mit dem Stillen
Ich bin mir sicher, die allermeisten Frauen haben den Wunsch, ihr Baby zu stillen und dabei die Nähe zu genießen. Doch oft ist die „natürlichste Sache der Welt“ dann doch komplizierter als gedacht und es gibt Probleme. Bevor man nun voreilig die Flinte ins Korn wirft, lohnt es sich zu schauen, wie man die Stillbeziehung angenehmer gestalten kann. Oft reichen bereits kleine Veränderungen aus.
Aus der Retrospektive kann ich sagen, dass eine gelungene Stillbeziehung Zeit, Geduld und vor allem Gelassenheit bedarf. Nur, wenn ich mich als Mutter entspannt und selbstbewusst fühle, wird die Stillzeit ein Erfolg.
Doch wie schaffe ich es, die Sache gelassen anzugehen und mich nicht stressen zu lassen?
Wichtig: Still-BH, Stillkissen & Co
Damit das Stillen klappt, müssen sich Mutter und Kind wohlfühlen. Sehr hilfreich kann hier passendes Stillzubehör sein. Mir z.B. waren ein guter Still-BH sowie auslaufsichere Stilleinlagen in der Stillzeit unheimlich wichtig.
Da ich bereits vor der Geburt der Lavendelkinder große Brüste hatte, habe ich bei der Still-BH-Auswahl nicht nur viel Wert auf den Komfort beim Stillen, sondern auch auf einen guten Halt gelegt. Denn wer einen Still-BH auswählt, der nicht nur optisch gut aussieht, sondern gut sitzt, fühlt sich einfach wohler.
Mein Tipp: Eine schöne und hochwertige Auswahl an Still-BHs findet ihr z.B. beim Lingerie-Hersteller Chantelle. Angeboten werden dort Still-BHs mit Bügel und Still-BHs ohne Bügel. Neben Komfort und Eleganz wird bei Chantelle viel Wert auf Funktionalität gelegt, denn wer schon einmal einhändig versucht hat, einen Trägerclip zu öffnen, weiß, wie wichtig durchdachte Funktionalität ist.
Ein weiteres Still-Zubehör, das unbedingt hochwertig sein sollte, sind für mich Stilleinlagen. In meiner Stillzeit hatte ich eher mit zu viel, als zu wenig Milch zu kämpfen. Daher kann ich aus Erfahrung sagen: Nur wenn die Stilleinlagen zuverlässig ihren Job machen, fühlt man sich als Mutter wohl und kann die Stillzeit genießen.
Zudem können Stillhütchen und/oder verschiedene Pflegeprodukte wie z.B. Brustwarzensalbe dazu beitragen, dass das Stillen einfacher und somit auch entspannter ist. Ebenfalls viel Wert ist ein gutes Stillkissen. Ich habe es jedenfalls in meiner Stillzeit unheimlich viel genutzt. Doch dazu gleich mehr.
Orte, an denen gestillt wird
Vor allem in der Anfangszeit, wenn das Stillen noch nicht eingespielt ist, braucht es Ruhe sowie eine entspannte Atmosphäre. Ich habe mich zum Stillen meist zurückgezogen. So waren weder das Kind noch ich abgelenkt.
Tatsächlich habe ich die Lavendelkinder meistens im Bett gestillt. Wichtig ist, dass man beim Stillen eine bequeme Position einnimmt. Das kann sitzend, liegend oder sogar stehend der Fall sein. Denkt beim Stillen auf jeden Fall an euren Rücken, denn es bringt nichts, wenn ihr bereits nach kurzer Zeit völlig verspannt seid. Hilfreich kann es sein, beim Stillen ein (Still-)Kissen im Rücken zu haben.
Zudem solltet ihr beim Stillen an eine vorbereitete Umgebung denken und z.B. Mulltücher, Stilleinlagen o.ä. bereit halten.
Richtige Stillposition finden
Bis ihr die Stillposition findet, die zu euch und eurem Kind passt, kann es ein wenig dauern. Probiert auf jeden Fall verschiedene Stillpositionen aus. Ziel ist es nicht nur, dass euer Kind bestmöglich trinkt, sondern auch, dass es für euch beide bequem und gemütlich ist.
Ich persönlich habe die Lavendelkinder beide vor allem in Seitenlage im Liegen gestillt. Dabei habe ich sowohl meinen als auch den Rücken der Lavendelkinder mit einem Stillkissen gestützt. Achtet beim Stillen auf jeden Fall darauf, dass ihr euer Kind richtig anlegt (Stichwort C-Griff) und dass die Brustwarze beim Trinken voll umschlossen ist. So verhindert ihr nicht nur Frustration, sondern auch wunde Brustwarzen.
Lass dich nicht stressen: Stillhäufigkeit
Das Wichtigste zum Schluss: Lass dich nicht stressen! Wie bei allem im Leben gibt es auch beim Stillen immer wieder Außenstehende, die dir sagen wollen, was du alles falsch machst. Doch lass dir nichts einreden. Du und dein Kind wissen am besten, wie es funktioniert und was euch gut tut.
Das gilt nicht nur für den Ort, wo und wie ihr stillt, sondern auch dafür, wie oft ihr stillt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich in den ersten Wochen nach der Geburt des Lavendeljungen akribisch notiert habe, wann und wie lange ich den Lavendeljungen gestillt habe. Ich habe Abstände eingehalten und versucht, alle Ratschläge zu berücksichtigen.
Irgendwann war ich davon so gestresst, dass auch der Lavendeljunge immer unzufriedener wurde. Für mich war das der Punkt, an dem ich alle „Regeln“ über Bord warf und nur auf unsere Bedürfnisse achtete. Kein Stillen nach Plan, sondern nach Gefühl. Also lass dir nichts einreden und hör auf dein Herz!


