24. November 2014

Neugierde fördern und Kinderfragen einfach beantworten

Ich finde es super, dass Kinder noch so wissbegierig sind und alles hinterfragen. Manche der Fragen fallen uns als Erwachsene schwer zu beantworten. In der Schule ist die Beantwortung vieler praktischer Fragen so auch nicht vorgesehen. Meine Nichte und mein Neffe hinterfragen auch immer alles. Sie gehen mittlerweile in die dritte Klasse und gehen sehr gerne zur Schule. Nur bleiben da auch manche Fragen offen. Ich habe jetzt Bücher gefunden, die ihnen bestimmt gut gefallen und passen.

Wo kommt das her?
Viele der für uns alltäglichen Dinge kommen von weither zu uns. Pfeffer aus Indien oder Brasilien, Tee aus China. Doch wie kommen die Sachen denn wirklich zu uns? Wie entsteht ein Fußball, woher kommt der Kakao? Mit diesem Buch können Kinder aufspüren wo die Rohstoffe für unsere Alltagsgegenstände herkommen. 


Von diesem Buch hatte ich mir sehr viel versprochen. Es ist ab 8 Jahren empfohlen. Das Inhaltsverzeichnis ist nach Bereichen wie „Essen“, „Trinken“ und „Bei mir zu Hause“ aufgeteilt. Darunter werden Fragen summiert wie „Wie kommt der Honig in das Glas?“ oder „Wie kommt der Rosenduft in Mamas Parfum?“. Erwartet hatte ich dann eine Beantwortung im Stil der Sendung mit der Maus nur eben für große Kinder. Leider hat das Buch die Erwartungen nur bedingt erfüllt. Manche der Fakten die aufgelistet sind, werden wissbegierige Achtjährige eher langweilen. Außerdem werden die Fragen teilweise gar nicht beantwortet. So werden bei der Frage „Wie kommt der Rosenduft in Mamas Parfum?“ zwar verschiedene Arten der Haltbarmachung von Düften behandelt aber es findet sich kein Hinweis auf den Anbau von Duftrosen oder die Möglichkeit der synthetischen Herstellung. Es wird noch nicht einmal erklärt durch welches der Verfahren der Rosenduft letztendlich gewonnen wird. Andere Passagen wie „Woraus wird mein T-Shirt gemacht?“ erklären den Weg von der Baumwolle bis zum fertigen T-Shirt recht gut. Hierbei hätte ich aber auch den ein oder anderen Hinweis zur Sinnhaftigkeit der weiten Wege oder zur Situation der Näherinnen in Asien gut gefunden. Aber vielleicht hätte es das Ganze dann auch überfrachtet.

Mein großes Buch von Himmel und Erde
Unser Planet ist etwas ganz Besonderes. Hier ist Leben möglich, wir haben Tag und Nacht, Ebbe und Flut und Jahreszeiten. Überall gibt es etwas zu entdecken. Das Buch soll erklären wie alles zusammenhängt, wie unser Leben von der Erde abhängt und wie wir auch unseren Planeten beeinflussen.


Dieses Buch ist ebenfalls ab 8 Jahren empfohlen. Es hat aber einen ganz anderen Anspruch als das erste Buch. Trotzdem werden alle Gebiete eher nur angerissen. Das Buch ist in verschiedene Kapitel wie „Im Weltall“, „Wetter“ und „Energieformern“ aufgeteilt. Teilweise gibt es sehr schöne Fotos und Illustrationen zu den Themen. Mit schönen Vergleichen wird beispielsweise erklärt wie ein Erdbeben entsteht. Bei den Energieformen wird sowohl auf die Bedeutung und Nutzung als auch besonders bei Erdöl und der Atomenergie auf Risiken eingegangen. Das Buch kann ich mir gut als Nachschlagewerk vorstellen. Sowohl wenn meine Neffe oder meine Nichte eine Frage haben, als auch für die ersten Vorträge in der Grundschule oder weiterführenden Schule. Ich finde dieses Buch deutlich gelungener und angemessener für diese Altersklasse.

Die Welt im Schlafanzug - Das passiert, während du träumst
Dieses Buch aus dem Compact Verlag ist ebenfalls für Kinder ab acht Jahren geeignet. Bunt bebildert gibt es den Kinder einen Einblick in das, was passiert, wenn sie schlafen. Behandelt werden dabei die unterschiedlichsten Themen. So erfahren die Kinder in dem Buch nicht nur etwas über Menschen, die in der Nacht arbeiten, sondern auch etwas über nachtaktive Tiere, nächtliche Prozesse im Gehirn und besondere Feste im Jahr, die am Abend bzw. in der Nacht gefeiert werden. Zu jedem Thema gibt es eine Doppelseite. Zudem bietet das Buch ein Quiz und ein Glossar.


Ich persönlich finde das Thema sehr spannend, da die Kinder so viel über die Welt erfahren. Die Aufmachung ist abwechslungsreich und für Kinder ansprechend, da viele Bilder in dem Buch zu finden sind. Die Texte sind kindgerecht geschrieben und inhaltlich nicht zu komplex, so dass man das Buch durchaus für Kinder der dritten Klasse empfehlen kann. Aber auch für jüngere Kinder ist das Buch, wenn sie es vorgelesen bekommen, durchaus interessant und relevant.

Kann der Muskelkater schnurren? Clevere Kinderfragen - pfiffige Antworten
Wie der Titel des Buches bereits sagt, werden in diesem Buch aus dem Compact Verlag Kinderfragen beantwortet. Diese stammen aus den Bereichen Natur, Erfindungen und Entdeckungen, Mein Körper, Auf der Erde und im Himmel, Was wir essen und trinken, Wie war das damals?, Religion und Gesellschaft und Die Welt, in der ich lebe. Auf die Fragen gibt es jeweils eine kurze Antwort.


Geeignet ist das Buch für Kinder ab sechs Jahren. Auch in diesem Buch gibt es am Ende ein Quiz. Die Fragen sind nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene. Teilweise finde ich sie für sechsjährige zu anspruchsvoll und nicht unbedingt aus der Lebenswelt gegriffen. Die Aufmachung ist jedoch übersichtlich, so dass auch Leseanfänger (ab der zweiten Klasse) durchaus in dem Buch selbst lesen können. Zum Vorlesen eignet es sich, meiner Meinung nach, nur bedingt.

Solltet ihr noch auf der Suche nach einem geeigneten Weihnachtsgeschenk für eure wissbegierigen Kinder sein, könnten diese Bücher evtl. genau das richtige für euch sein. Preislich liegen die Bücher alle zwischen 10 und 12 Euro.

Wie sieht es denn bei euren Kindern aus? Lesen sie gerne bzw. bekommen sie gerne etwas vorgelesen? Oder sind sie eher Lesemuffel?

22. November 2014

Auslosung der Herrenarmbanduhr

Nach langer Zeit haben wir dieses Wochenende mal keinen Besuch. Als hätte mein Körper dies geahnt, ist seit gestern Nachmittag eine dicke Erkältung im Anmarsch. Die Kanne mit Erkältungstee und ein großer Vorrat an Taschentüchern werden daher wahrscheinlich die nächsten Tage meine besten Freunde sein. Dennoch möchte ich euch natürlich nicht länger warten lassen. Ich habe gerade den Gewinner der Herrenarmbanduhr von Raptor ausgelost. Gewonnen hat:

Corinna Li

Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit dem Gewinn. Alle anderen müssen nicht traurig, denn zur Zeit laufen noch drei weitere Gewinnspiele. Zu gewinnen gibt es eine Kinderrutsche aus Holz, eine Schalmütze und Stulpen sowie ein Langarmshirt von me&i und ein tolles Kochbuch von GU. Schaut doch einfach mal vorbei.

21. November 2014

Ganz neue Freiheiten: Die Medela Swing im Test

Wir sind im November angekommen. Inzwischen in das Lavendelmädchen vier Monate alt und beginnt immer mehr die Welt zu entdecken. Auch bei mir stellt sich langsam das Bedürfnis ein, das Haus mal wieder ohne das Lavendelmädchen zu verlassen. Da ich das Lavendelmädchen jedoch noch voll stille und dies auch noch einige Zeit beibehalten möchte, war das bislang immer nur für kurze Besorgungen möglich. Schließlich möchte die kleine Dame in der Regel alle zwei Stunden trinken. Für mich ist das eigentlich kein Problem, denn ich genieße die Zeit während des Stillens mit ihr sehr.


Dennoch habe ich beschlossen, dass ich gerne auch mal wieder Zeit für mich hätte und das nicht nur für eine oder zwei Stunde. Für die kommenden Wochen habe ich mir deshalb vorgenommen mindestens einmal pro Woche einen Vormittag im Büro zu verbringen und an meinem beruflichen Projekt weiterzuarbeiten. Da der Lavendelpapa seine Arbeitszeit frei einteilen kann, ist das problemlos möglich. Da ich das Lavendelmädchen, wie bereits erwähnt, auf jeden Fall weiter stillen möchte, habe ich in den letzten Woche schon immer mal wieder mit einer Milchpumpe experimentiert. Eine Handmilchpumpe hatte ich mir schon für die Babyzeit des Lavendeljungens angeschafft. Damals ist sie allerdings nie wirklich zum Einsatz gekommen. Irgendwie war mir das Gefühl Milch abzupumpen und aus der Flasche zu füttern, dann damals doch plötzlich befremdlich.


Beim Lavendelmädchen habe ich die Handpumpe nun wieder ausgepackt und ausprobiert. Eigentlich bin ich ganz gut mit ihr zurecht gekommen. Bereits beim ersten Pumpen bekam ich eine recht beachtliche Menge Milch zusammen. Dennoch fand ich die Handmilchpumpe auf Dauer etwas umständlich. Schließlich geht das Pumpen, wenn man es regelmäßig macht, doch ziemlich auf das Handgelenk und dauert auch recht lange. Da ist eine elektrische Milchpumpe schon luxuriöser, dachte ich mir, und freute mich, als ich von Medela eine elektrische Milchpumpe zum Testen angeboten bekam.


Ausprobiert habe ich die Medela Swing. Dabei handelt es sich um eine elektrische Milchpumpe für einseitiges Abpumpen. Empfohlen wird die Milchpumpe von Medela sowohl für gelegentliches als auch tägliches Abpumpen, was meinen Bedürfnissen entspricht. Genau wie bei meiner Handmilchpumpe wird eine Brusthaube, die übrigens bei Medela in verschiedenen Größen erhältlich ist, auf die Brust gesetzt. Statt nun von Hand zu pumpen und dabei den Saugrhythmus des Kindes zu imitieren, macht das die Medela Swing von allein. Sobald man die Pumpe anschaltet, beginnt eine zweiminütige Stimulationsphase, um den Milchspendereflex zu aktivieren. Sollte bereits in dieser Phase Milch fließen, kann man per Knopfdruck in den Abpumpmodus wechseln.


Toll an der Pumpe von Medela ist, dass man auch während des Abpumpens das Vakuum regulieren kann. Anders als beim meiner Milchhandpumpe, bei der ich ein kleines Rädchen drehen musste, ist das bei der Medela Swing ganz einfach über zwei Tasten auf der Pumpe möglich. Während ich für das Abpumpen mit der Handmilchpumpe immer etwa 15 Minuten pro Seite benötigt habe, brauche ich mit der Medela Swing pro Seite etwa 5 bis 7 Minuten. Nicht nur die Zeitersparnis ist dabei super, sondern auch die Tatsache, dass mein Handgelenk geschont wird. Außerdem ist durch das Abpumpen mit der Medela Swing auch die Milchmenge, die ich pro Abpumpvorgang erhalte, gestiegen. Pumpe ich beide Seiten ab, bekomme ich etwa 150ml zusammen, was für ein bis zwei Mahlzeiten des Lavendelmädchens reicht.


Nach dem Abpumpen der Milch kann man sie entweder im Kühlschrank aufbewahren, wo sie sich etwa drei Tage hält oder man kann sie auch einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Entscheidet man sich für das Einfrieren, muss man jedoch beim Füttern der Milch einplanen, dass das Erwärmen entsprechend länger dauert. Möglich ist das beispielsweise in einem Wasserbad, einem Babykosterwärmer oder auch unter fließend heißem Wasser. Ich habe bislang immer die Variante im Wasserbad gewählt, wobei man da etwas mit der Temperatur aufpassen muss. Demnächst werde ich euch deshalb auch einen Babykosterwärmer vorstellen.


Das Füttern der Milch erfolgt dann über die Flasche. Bei der Medela Swing ist eine Flasche im Lieferumfang enthalten. Während das Lavendelmädchen bei der Flasche, die bei der Handmilchpumpe dabei war, echte Probleme hatte, die Milch schnell genug zu trinken und sich dabei oft verschluckt hat, funktioniert das Trinken aus der Flasche von Medela deutlich besser. Das liegt in erster Linie an dem besonderen Calma Sauger. Dieser ermöglicht dem Kind ein langsameres Trinken, denn die Milch fließt nur, wenn von dem Kind ein Vakuum geschaffen wird. Das Kind kann so, wie beim Stillen auch, zwischendurch Pausen einlegen, wodurch das Füttern deutlich entspannter wird. Das Trinken mit dem Muttermilchsauger Calma entspricht also dem Saugverhalten an der Brust, wodurch ein Wechsel zwischen Stillen an der Brust und Füttern mit der Flasche kein Problem darstellt.


Die Reinigung der Milchpumpe sollte nach jedem Abpumpen erfolgen, da sich sonst Bakterien bilden können. Gerade bei Muttermilch sollte man sehr sorgsam sein. Beim Reinigen der Milchpumpe spült man die einzelnen Teile zunächst unter kaltem Wasser ab und reinigt sie dann mit warmem Seifenwasser. Anschließend spült man sie noch mal unter kaltem Wasser ab, ehe man sie abtrocknet. Anschließend kocht man die Teile, die mit Milch in Berührung kommen, noch im Wasserbad aus oder sterilisiert sie. Wer möchte, kann die Teile der Medela Swing auch in die Spülmaschine geben.


Ich persönlich komme mit der Medela Swing sehr gut zurecht. Die Handhabung ist mehr als einfach und sehr komfortabel. Während die Medela Swing für einen arbeitet, kann man nebenbei gut ein Buch lesen o.ä.; Schließlich hat man eine Hand frei. Die Lautstärke der Milchpumpe ist angenehm. Wenn das Kind schläft, kann man sie durchaus im Schlafzimmer verwenden, ohne dass das Kind sofort aufwacht. Lediglich die Reinigung finde ich recht aufwändig, aber die ist bei einer Handmilchpumpe nicht anders. Wer also auf der Suche nach einer elektrischen Milchpumpe ist, dem kann ich die Medela Swing nur ans Herz legen. Meinen Alltag hat sie auf jeden Fall schon jetzt deutlich erleichtert.