Vollzeitblogger

Mein Leben als Vollzeitblogger: Ein Zwischenfazit

Lohnt es sich, hauptberuflich zu bloggen? Eine Frage, die mir bereits einige Monate durch den Kopf geisterte. Anfang des letzten Jahres habe ich den großen Schritt gewagt und habe meine Arbeit an der Uni aufgegeben. Statt mich innerlich zu zerreißen, habe ich den Fokus meiner Arbeit auf meinen Blog gelegt. Ich wollte wissen, ob ich vom Bloggen leben kann und wie es ist, sein eigener Chef zu sein. Ein Jahr nach dem großen Schritt ziehe ich ein Zwischenfazit.

Hauptberuflich bloggen: Ein Traumjob?

Vereinbarkeit

Der Hauptgrund warum ich mich für das Vollzeitbloggen entschieden habe, ist die Vereinbarkeit. Meine Arbeit an der Uni war an viele Verpflichtungen geknüpft: Neben festen Terminen waren mehrtägige Reisen sowie der Besuch von Workshops und Konferenzen eigentlich Pflicht. Da mein Familienbild vorsieht, dass ich so viel wie möglich für meine Familie da bin, waren innere Spannungen vorprogrammiert. Überall 100% zu geben, schafft man (auf Dauer) einfach nicht. Da ich aber auf keinen Fall auf meine Berufstätigkeit verzichtet wollte, erschien mir das hauptberufliche Bloggen die perfekte Lösung: Während die Kinder in Kindergarten und Krippe sind, habe ich Zeit zum Schreiben und am Nachmittag kann ich für sie da sein. Auch kranke Kinder stellen (jedenfalls kurzfristig) kein allzu großes Problem dar, da man notfalls auch mal ein Projekt schieben kann.

Zeitlich fast völlig flexibel und ortunabhängig

Ein weiterer großer Vorteil der Selbstständigkeit bzw. des Vollzeitbloggens ist die freie Zeiteinteilung. Auch wenn ich mir inzwischen feste Arbeitszeiten festgelegt habe, theoretisch ist man in seiner Zeiteinteilung völlig frei. Den Kunden ist es egal, ob der Artikel morgens, mittags oder nachts entsteht. Nur die Qualität muss natürlich stimmen. Natürlich gibt es auch beim Vollzeitbloggen Termine und Fristen, die eingehalten werden müssen. Es gehört also, wie bei jeder selbstständigen Arbeit, auch eine gewisse Selbstdisziplin dazu. Für mich überwiegen aber klar die Vorteile zumal ich einen Blogpost auch problemlos von unterwegs schreiben kann, was unserer Reiselust sehr entgegen kommt.

Selbst entscheiden, wie viel man arbeitet

Anders als bei einem normalen Job kann man als Vollzeitblogger nicht nur entscheiden wann und wo, sondern auch wie viel man arbeiten möchte. Je nach Lebenssituation hat jeder einen anderen Anspruch, wie viel Geld man zum Leben braucht. Nach einem Jahr Vollzeitbloggen bin ich ehrlich gesagt überrascht, wie viel Potential ein Blog zum Geldverdienen hat. Natürlich habe ich im vergangenen Jahr viele Stunden pro Tag für den Blog gearbeitet. Wenn ich alles zusammenrechne, habe ich sicherlich deutlich mehr als die üblichen 40 Stunden pro Woche für den Blog gearbeitet. Dennoch fühlt sich die Arbeit anders an. Mir macht sie jeden Tag auf’s Neue Spaß, weil sie so unheimlich vielfältig ist.

Vielfältige Aufgaben

Beim hauptberuflichen Bloggen sieht jeder Tag anders aus. Neben der Kundenakquise und dem Mailkontakt mit Kunden steht natürlich das Entwickeln neuer Ideen und das Schreiben von Blogposts auf dem Programm. Ebenfalls einen großen Teil der Arbeit nimmt das Erstellen von passendem Fotomaterial sowie die Arbeit auf den Social Media Kanälen ein. Natürlich gehören auch der Besuch von Bloggerevents und der Austausch mit anderen Bloggern dazu.

Problem: Trennung zwischen Privatem und Beruflichem

Das Leben als Vollzeitblogger hat auch seine Schattenseiten. Da ich meinen Arbeitsplatz nun zu Hause habe, ist die „Verlockung“ groß, dass man rund um die Uhr arbeitet. Bei einem Blick auf das Handy entdeckt man eine Mail, die man schnell noch beantworten will. Oder man erledigt, während man eigentlich mit den Kindern spielt, die Social Media Arbeit. Trotz der Festlegung von festen Arbeitszeiten, fällt es mir noch immer recht schwer mein Privatleben vom Beruflichen zu trennen. Eigentlich ist das als Vollzeitblogger auch kaum möglich, da der Blog ja einen Teil des Lebens zeigt und ist. Entscheidet man sich für eine Arbeit als Vollzeitblogger, muss man das akzeptieren (lernen).

Erfolgsdruck oder die Jagd nach den Zahlen

Hinzu kommt die Tatsache, dass mit Anstieg des eigenen Erfolgs auch die eigenen Erwartungen steigen. Ich glaube, es gibt kaum jemanden, der seine Ansprüche gerne wieder zurückschraubt. Dabei ist es egal, ob es sich um Followerzahlen, Seitenaufrufe oder Einnahmen handelt. Bereits Erreichtes versucht man zu halten oder weiter auszubauen. Das birgt die Gefahr, dass man trotz der vielen Freiräume die man als Vollzeitblogger genießt, schnell Zwängen unterliegt, die man gar nicht haben möchte.

Lohnt sich das Arbeiten als Vollzeitblogger finanziell?

Mit steigender Bekanntheit des Blogs und steigenden Follower- und Leserzahlen kann man immer besser von seinem Blog leben. Ich denke, niemand kann erwarten, dass er ab der ersten Sekunde mit seinem Blog Geld verdient. Den Lavendelblog gibt es nun bereits sieben Jahre. Dank kontinuierlicher Arbeit und Pflege ist es mir gelungen, dass ich inzwischen mit meinem Blog auch meine Familie ernähren kann. Das war aber ein langer Prozess und bedurfte einer mutigen Entscheidung.

Trotz der genannten Einschränkungen bin ich mit meiner Entscheidung glücklich. Ich könnte mir momentan kein anderes Leben mehr vorstellen. Vor allem die flexible Zeiteinteilung und die vielen Privilegien, die ich als Bloggerin habe, genieße ich sehr. Ich hoffe, dass das natürlich noch lange so bleibt.

Welche Erfahrungen habt ihr als Vollzeitblogger gemacht? Könntet ihr euch vorstellen, hauptberuflich zu bloggen?

Anika

Dieser Artikel wurde verfasst von Anika: Seit mittlerweile mehr als sechs Jahren ist dieser Blog Teil meines Lebens. Im Lavendelblog geht es nicht nur um Produkttests, Shopvorstellungen und Gewinnspiele. Ich lasse euch auch an unserem Familienleben teilhaben. Ich lebe mit meinem Mann, dem Lavendelpapa, und unseren beiden Kindern, dem Lavendeljungen (4 Jahre) und dem Lavendelmädchen (2 Jahre) im schönen Lüneburg. Gemeinsam haben wir inzwischen Produkte von über 1000 verschiedenen Firmen getestet und hier im Blog vorgestellt.

58 Gedanken zu „Mein Leben als Vollzeitblogger: Ein Zwischenfazit

  1. Hey, ich kann mir ein Leben als Vollzeitbloggerin nicht vorstellen. Dazu liebe ich meinen eigentlichen Beruf zu sehr. Ich liebe es mit Menschen zu arbeiten und die Idee nur Texte zu schreiben, immer auf der Jagd nach dem besten Foto zu sein, zu Events zu fahren und sich zu präsentieren… das ist nichts für mich. Ich würde fast sagen, man vereinsamt in gewisser Weise.
    Mir macht das Bloggen sehr viel Freude, aber nur bloggen- könnte ich nicht. Zudem bin ich ein Mensch, der die Sicherheit liebt und solange ich kein fixes Gehalt vorweisen kann, würde mich das zu sehr verunsichern.
    Liebe Grüße!

    1. Ein wenig gebe ich dir recht. Ein Plausch mit Kollegen ist immer nett, aber ich fühle mich als Bloggerin keineswegs einsam. Je nach Wunsch kann man auch als Blogger intensive Kontakte mit Agenturen und anderen Bloggern pflegen. Natürlich ist man beim Bloggen auf sich alleine gestellt. Aber manchmal ist das ja auch ganz angenehm, wenn einem nicht alle reinreden oder Anforderungen haben.

      1. Hey, einsam nicht direkt, aber der persönliche Kontakt, so von Mensch zu Mensch- der würde mich fehlen. Vieles geht ja doch eher am Telefon oder per Email. Ich liebe es eben Erfolge so ganz in Real zu sehen, wenn du weißt was ich meine.
        Zum Glück bin ich in meiner Arbeit auch sehr und man redet mir wenig rein :).
        Und ich kann Bloggen und Arbeit bisher noch gut zusammen unter einen Hut bekommen. Finanziell wäre mir es auch einfach zu unsicher.
        Es gibt immer Vor- und Nachteile, ich denke in jedem Job. Hauptsache man ist mit dem was man tut glücklich :).
        Liebe Grüße!

        1. Schön, dass du beides unter einen Hut bringen kannst. Für mich war es einfach nicht leistbar, weshalb ich mich entscheiden musste. Wie du schon sagst: Jeder Job hat seine Vor- und Nachteile. Wie man selbst am liebsten arbeitet, ist sicherlich auch Typsache.

  2. Huhu!
    Ich bin Vollzeit-selbstständig, unter der Woche stehe ich in meinem Café und bin für meine Gäste da, koche und backe. Darüber schreibe ich dann auch meistens meine Blogartikel, lässt sich super vereinbaren.
    Und wenn die Kinder heim kommen bin ich für sie da, koche und backe auch für sie. Darüber schreibe ich dann auch wieder.
    Was mache ich dann wohl in den Ferien? Ganz klar. bloggen. Über die Reisen, die ich gerade plane….
    Allerdings kann ich nicht vom Bloggen alleine leben, da bin ich weit von entfernt. Aber da ich alles kombinieren kann und es mir Spaß macht, bin ich zufrieden!
    LG
    Martina

    1. Das ist auch eine schöne Selbstständigkeit – erst recht in der Kombination. Eine tolle Möglichkeit seine Vorlieben miteinander zu vereinbaren.

  3. Ich blogge in Teilzeit, da wir 2 kleine Kinder haben. Ich liebe mein kleines Business und freue mich, dass mein Blog wächst und gedeiht. Für mich ist das Bloggen wie geschaffen: Ich kann mir die Zeit selbst einteilen, kann selbst die Themen bestimmen und entscheiden mit wem ich zusamenarbeiten will und mit wem nicht.

    Insgesamt glaube ich, dass man über lange Zeit nur dann dabei bleibt, wenn man entweder das Schreiben liebt oder mit dem Thema des Blogs eng verbunden ist. Oder natürlich beides.

    Ich liebe das Schreiben und gleichzeitig möchte ich Frauen helfen, die mit dem Thema unerfüllter Kinderwunsch zu kämpfen haben. Das Thema hat mich selbst jahrelang begleitet und nun will ich meine Erfahrungen und mein Wissen weitergeben.

    LG

    Silke

    1. Das Thema deines Blogs ist wirklich wichtig. Ich finde es toll, dass du dich diesem annimmst. Für deinen Blog und natürlich auch für deine Familie wünsche ich dir alles Gute.

  4. Huhu, ich hoffe du bist gut ins neue Jahr gestartet? Ich bin wohl eher der Teilzeitblogger. Bloggen ist eigentlich für mich mehr ein Hobby. Professionell würde ich es jetzt nicht machen. Dafür wäre mir das Risiko viel zu hoch und ich bin mir auch nicht sicher ob ich davon finanziell leben könnte. Ich blogge auch eher über Testprodukte als über bezahlte Beiträge. LG

    1. Wenn man sich für ein Leben als Vollzeitblogger entscheidet, verzichtet man auf ein festes Gehalt. Das heißt aber nicht, dass es nicht planbar ist. Oft arbeitet man regelmäßig mit Agenturen zusammen oder plant seine Blogposts weit im Voraus. Natürlich weiß man nie, wie viel man am Ende seines Monats auf seinem Bankkonto haben wird. In meinem Jahr als Vollzeitblogger hatte ich aber am Ende jeden Monats einen bestimmten Betrag auf dem Konto, von dem man gut leben kann. Genau wie bei jedem anderen Selbstständigen gilt auch beim Vollzeitbloggen, dass es auch mal schwächere Monate geben kann.

  5. Hallo Anika,
    ich finde es toll, dass Du diesen Schritt gewagt hast und dass Du so gut klar kommst. Ich schaue bei Dir immer gerne rein, weil Du so viele tolle Ideen hast.
    Mach weiter so.
    Liebe Grüße
    Anja

  6. Wow. Ein mutiger Schritt. Ich selbst bin mit meinem ersten Blog diese Woche online gegangen und kann mir absolut nicht vorstellen, hauptberuflich zu bloggen, meine jetzige Arbeit ist sehr interessant und ich liebe sie.
    Finde es sehe inspirierend, wie du vorgegangen bist und vor allem, wie du darüber berichtest!
    Liebe Grüße Lissi von Creadiva
    http://www.creadiva.management

    1. Ich denke kaum jemand startet einen Blog mit dem Gedanke, dass er ihn hauptberuflich betreiben möchte. Meist entwickelt sich das mit der Zeit. Bei mir hat es sechs Jahre gedauert. Für deinen Blog wünsche ich dir alles Gute.

  7. Hallo 🙂
    Danke für den interessanten Beitrag. Ich finde es echt toll, dass du von deinem Blog leben kannst! Ich habe erst im Juli 2016 mit bloggen angefangen und sehe es im Moment noch als Hobby. Aber vielleicht schaffe ich es in Zukunft ja auch Geld damit zu verdienen. Ich weis bloß noch nicht genau wie, da ich doch ziemlich „spartig“ bin.
    Liebe Grüße
    Daisy von https://apieceofnerdiness.wordpress.com

    1. Ich habe gerade mal bei dir vorbeigeguckt. Ich denke, dass dein Blog durchaus das Potential hat. Auch in deinem Bereich gibt es bestimmt einige Kooperationspartner, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Warte einfach mal ab. Die erste Anfrage kommt irgendwann ganz von alleine.

        1. In der ersten Zeit bin ich noch viel auf Firmen zugegangen. Irgendwann hat sich das komplett geändert. Die erste Anfrage hatte ich nach ein paar Monaten im Mailfach. Ich habe mich damals total gefreut. In der Anfangszeit habe ich mich vor allem auf den Blog beschränkt. Später kamen die anderen Social Media Kanäle dazu.

  8. Hallo,
    ich blogge seit Oktober 2016. Bis Mitte 2016 in ich noch in Elternzeit, danach möchte ich wagen Vollzeit zu bloggen. Kannst du mir ein paar Tipps geben? z.B. mehr Follower, Geld verdienen nur über Produktteste?
    Wäre total nett, von dir. Gerne auf meine E-Mail-Adresse.
    LG und Danke Nadine

    1. Liebe Nadine,

      danke für deine Nachricht. Da das Interesse an dem Thema Vollzeitbloggen sehr groß ist, werde ich in Zukunft eine Beitragsreihe zu diesem Thema veröffentlichen. In diesem Rahmen werde ich auch auf deine Fragen eingehen. Schau doch immer mal wieder bei uns vorbei oder abonniere den Newsletter. Dann bist du immer auf dem neusten Stand.

  9. Ein wirklich sehr mutiger Schritt! Aber ich finde es eine klasse Entscheidung! 🙂
    Ich stelle mir das auch nicht einfach vor privat von Beruf zu trennen, wenn der Arbeitsplatz ja quasi im Privatleben ist! 🙂
    Ganz Liebe Grüße und weiter so,
    Sarah <3

    1. Ja, da hast du recht. Das Ganze hat sowohl seine Vor- als auch seine Nachteile. Meistens genieße ich es jedoch, dass ich beides mit einander vereinen kann, da ich so viel Zeit mit meiner Familie verbringen kann.

  10. Hi,
    um der Geschlechterparität Genüge zu tun, hinterlasse ich auch meine Gedanken dazu (;)): Ich habe letztes Jahr im Juni nach 12 Jahren Lehre und Forschung der Uni Adieu gesagt. Bei mir wurde auch das Thema Bloggen immer relevanter und nach der Entwicklung und Durchführung der ABCstar – Austrian Blogger Conference im letzten April stand meine Entscheidung fest. Obwohl das Bloggen einen großen Stellenwert hat, mache ich auch andere Projekte, um eben nicht in eine gewissen Eindimensionalität (wie das oft an der Uni der Fall ist) zu verfallen. Bis jetzt habe ich meine Entscheidung noch nicht bereut.
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deiner neuen Vollzeitbeschäftigung!
    Liebe Grüße,
    Robert

    1. Ah, wie sympathisch! Ich habe gestern mal bei euch vorbeigeguckt. Ein tolles Projekt habt ihr da auf die Beine gestellt. Ich wünsche euch ebenfalls weiterhin viel Erfolg!

  11. Was mich interessieren würde: was bleibt letztlich für Dich finanziell hängen? Ist es ein Zuverdienst oder könntest du damit tatsächlich auf eigenen Beinen stehen inkl. Krankenversicherung. Legst du was für später zurück?

    1. Seitdem ich mich für ein Leben als Vollzeitblogger entschieden habe, kann ich davon auch leben (inkl. Krankenversicherung). Auch den Rest meiner Familie könnte ich davon ernähren, wenngleich mein Mann bei uns mehr verdient. Ich werde in den kommenden Wochen noch mal ein Beitrag dazu veröffentlichen, da das Interesse an diesem Thema sehr groß ist.

      1. Genau das hätte mich auch interessiert – habe kürzlich meine Zahlen nach ein paar Monaten Selbständigkeit veröffentlicht, auch wie sie sich zusammen setzen…

        1. Da das Interesse in diesem Bereich, verständlicherweise, besonders groß ist, werde ich dazu bald einen Artikel veröffentlichen.

  12. Ich habe auch schon ab und an mal mit dem Gedanken gespielt aber irgendwie bin ich dann doch zu ängstlich. Da man ja doch mit einem Haus sehr große finanzielle Verpflichtungen hat…..man muss eben so vieles bedenken. LG Romy

    1. Mein Mann und ich arbeiten beide selbstständig und genießen in erster Linie die Vorteile. Sorgen machen wir uns keine. Im Notfall kann man ja immer noch „umsatteln“.

  13. Hi,

    das ist ja ein toller, informativer Beitrag!
    Ich habe die Arbeit an meinem Blog zurückgeschraubt, vollzeitbloggen kommt für mich nicht infrage. Jeden Tag posten, immer die Kamera für die perfekten Schnappschüsse dabei haben, das stresst mich doch zu sehr. Außerdem muss ich nicht Vollzeit arbeiten und habe den Blog lieber wieder zum Hobby gemacht.

    Liebe Grüße

    1. Für mich fühlt es sich momentan gut an, wobei du schon ein bisschen recht hast. Ein gewisser Druck ist auf jeden Fall vorhanden.

  14. Hey Anika,

    ich könnte dieses Vollzeit-Bloggen wohl eher weniger, wobei ich auch denke dass das als Buchblogger wo ich mich derzeit reinstecke auch kaum bewerkstelligen. Dennoch finde es toll, dass du sogut damit zurecht kommst und deinen Weg gehen kannst. Mir macht mein Job aber unglaublich viel Spaß, sodass ich ihn nur ungern dafür aufgeben würde. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ruby

    1. Danke für deinen Beitrag. Wenn dir dein Job Spaß macht und er sich mit deinem Blog vereinbaren lässt, gibt es ja auch eigentlich keinen Grund, es zu ändern.

  15. Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Es ist immer wieder spannend zu lesen, wie andere Menschen ihre Selbstständigkeit meistern.
    Ich fand es eine sehr mutige Entscheidung von dir, hauptberuflich zu bloggen. Die Vereinbarkeit scheint mir da wirklich ein großer Vorteil zu sein, ich wünschte, bei anderen Jobs wäre das auch (mehr) möglich.
    Das Problem, Beruf und Privates zu trennen, kenne ich auch aus meinem letzten Job. Dort musste ich quasi rund um die Uhr erreichbar sein bzw. wollte das der Professionalität wegen auch. Aber ich habe gelernt, dass man irgendwann einfach einen Schlussstrich ziehen und sagen muss „Bis hierhin und nicht weiter“, sonst hängt man wirklich irgendwann nur noch in der Arbeit.

    1. Da hast du recht. Bei meinem Job an der Uni war das teilweise nicht anders. Dort wurde auch erwartet, dass ich jederzeit erreichbar bin. Nun kann ich endlich selbst entscheiden, wo ich meinen Schlussstrich ziehe.

  16. Um wirklich davon leben zu können, denke ich, geht es nur über das Vollzeit-Bloggen. Dann kann man sich einem bestimmten Thema ohne Ablenkung widmen.
    Aber trotzdem das Ganze gleichzeitig mit der Familie zu meistern, finde ich eine wirkliche Herausforderung und habe richtig Respekt davor. Ich hätte immer Angst, meine Familie zu vernachlässigen, weil ja die Zeit, die man für den Blog arbeitet und die Zeit mit der Familie immer miteinander in Konflikt steht. Aber mit Deinem Blog-Themengebiet hier denke ich, geht das noch am Besten.
    Ich fange gerade erst an mit dem Bloggen und bin gespannt, wie schwierig es ist, über längere Zeit die Motivation aufrecht zu erhalten 🙂

    1. Da ich einen Familienblog habe passt das gut zusammen. Außerdem arbeite ich oft abends, wenn die Kinder schon schlafen. So habe ich die Nachmittage für die Kinder frei.

  17. Ein mutiger Schritt, den du da gewagt hast und du beschreibst das Leben als Vollzeitbloggerin sehr realistisch. Natürlich hat das selbstständige Arbeiten viele Vorteile, doch mir wäre der Druck, immer (qualitativ guten) Content zu produzieren dann doch etwas zu groß. Aber ich bewundere dich sehr dafür und lese deinen Blog sehr gerne. Dir viel Erfolg für die Zukunft und mach weiter wie bisher.
    LG Anke

    1. Vielen lieben Dank für dein Lob. Das freut mich! Du hast recht: Mit der Entscheidung für das Vollzeitbloggen sind auch viele Verpflichtungen verbunden. Aber das ist in einem „normalen“ Job ja nicht anders.

  18. Liebe Anika,

    es ist schön, dass du eigentlich rundum glücklich bist. Ich finde du warst echt mutig, aber wie du schon schreibst, hast du auch viele Jahre darauf hingearbeitet. Ich muss Jenny allerdings zustimmen und könnte mir das auch nicht vorstellen. Ich bin auch eher auf der sicheren Seite unterwegs und deshalb, wäre das wohl derzeit keine Option für mich.

    Andererseits wäre es für mich kein Problem und ich hätte keine Angst zu vereinsamen. Ich stelle es mir schon toll vor, wenn man sein eigener Chef ist und sich alles selbst einteilen kann und mehr Zeit für die Familie hat.
    Allerdings bin ich dafür noch viel zu klein und könnte mich wohl eher weniger über Wasser halten. Das sehe ich jetzt aber auch nicht als Problem, sondern es passt derzeit genau so wie es ist.

    Momentan kommt der Blog so oder so ein bisschen kurz, denn die Baustelle nimmt doch viel Zeit in Anspruch und dann ist dann ja auch noch mein 40-Stunden-Job.

    Auf alle Fälle finde ich deine Entscheidung klasse und es freut mich, dass du damit so gut durchs Leben kommst. Und ich muss dir zustimmen, man strebt natürlich nach mehr und möchte zumindest den Standard den man hat beibehalten und nicht sinken, aber auch das Bedarf viel Arbeit.

    Ich merke natürlich schon einen gewissen Rückgang, weil einfach nicht mehr so viele Neuigkeiten präsentiert werden. Derzeit gibt es aber einfach Dinge, die wichtiger sind und Vorrang haben. Es kommen auch wieder bessere Zeit und ich würde niemals meine Leidenschaft aufgeben, aber man muss auch mal zurück schrauben können.

    Alles Liebe und viel Erfolg für die nächsten Jahre 🙂

    Schönen Start in die neue Woche,
    Heike

    1. Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Du hast recht: Man muss immer am Ball bleiben. Vor allem, wenn die Kinder oder man selbst krank ist oder man im Urlaub ist, fällt das teilweise echt schwer.

  19. Hallo zusammen
    Ich war fast mein halbes Leben Selbständig. Nun macht es mir sehr viel Freude zu bloggen ohne Geld verdienen zu müssen. Selbständig zu sein hat viele Vorteile, doch man steht auch unter Druck. Viel Erfolg weiterhin.
    Liebe Grüße Gabi

  20. Ich stehe mit meinem Blog http://bloggenaberrichtig.blogspot.de/ noch sehr am Anfang. Da ich plane die Kategorie Blog der Woche einzuführen, werde ich Deinen Artikel auf jeden Fall mit aufnehmen. Die Vorstellungen, die einige angehende Blogger vom Leben als Blogger haben ist nicht realistisch. Man muss wahnsinnig viel Zeit und Arbeit investieren, um erfolgreich zu sein und der Erfolg wird sich auch erst nach Monaten einstellen.

    Die meisten Blogger gehen mit komplett falschen Vorstellungen daran und das ist sehr schade

    1. Schön, dass dir mein Artikel gefällt. Ich freue mich natürlich, wenn du ihn verlinkst. Einen Blog hauptberuflich zu betreiben und selbstständig zu arbeiten bedeutet wirklich Arbeit. Wie ich schon schrieb, arbeite ich mehr als bei einem Vollzeitjob.

  21. Ist mir völlig schleierhaft, wie das funktioniert mit dem Vollzeitbloggen. Also, dass man 100% Zeit ins Bloggen stecken kann ist klar. Schleierhaft ist mir, so zu leben, dass man Miete/Eigentum, Wohnung, Versicherungen, Auto/Fahrkarte, Rentenvorsorge, Steuerberater und RENTE finanzieren kann (bspw. nach einer Trennung/Scheidung). Da ich als IT-Profi als Frau seit inzwischen 29 Jahren mit gutem Stundenlohn selbständig bin (ich bin 54 Jahre) und nebenbei seit 2001 blogge (ohne dass ich mich verkaufe), kann ich mir zwar vorstellen, dass das für einzelne wenige eine Perspektive auf Dauer ist (ich rede von denen, die rein von den Followern/Klicks leben können) …. aber 95% treibt das in die Schuldenfalle, von Altersarmut will ich gar nicht reden.
    Und ja, ich rede jetzt mal von Zahlen. Einnahmen unter 5000 Euro monatlich machen Vollzeitbloggen unrealistisch für Vollverdinder. 2500 dann netto, davon Miete, Rente, Krankenversicherung ….
    Ich lasse mich allerdings gerne vom Gegenteil überzeugen.

    1. Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich werde in den kommenden Wochen einen Artikel zu dem Thema veröffentlichen. Schon mal an dieser Stelle ganz kurz: Ich denke, es ist nicht unrealistisch als Vollzeitblogger auf diesen Betrag zu kommen. Ob das über Jahre so funktioniert, kann heute allerdings noch niemand absehen. Da ist man mit einem anderen Job sicherlich „besser gestellt“. Doch Sicherheit ist ja nicht alles.

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